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Wirtschaft Marken-Kräutertees sind am stärksten belastet
Nachrichten Wirtschaft Marken-Kräutertees sind am stärksten belastet
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12:28 13.02.2018
Einen gesetzlichen Grenzwert für PA gibt es noch nicht. Das Bundesamt für Risikobewertung empfiehlt aber eine Tageshöchstmenge. Quelle: Fotolia
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Hamburg

Kamillen- und Kräutertees sind häufig mit sogenannten Pyrrolizidinalkaloiden (PA) belastet. In einer Untersuchung des NDR-Verbrauchermagazins „Markt“ fand das Labor in sechs von 13 untersuchten Tees die Stoffe, die zu Leberschädigungen und Leberkrebs führen können. Das Gift ist in Unkraut enthalten, das zwischen den Teekräutern wächst und mit der Ernte in den Tee gelangen kann.

Einen gesetzlichen Grenzwert für PA gibt es zwar nicht – das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) hat jedoch einen Orientierungswert festgelegt. Demnach sollte die aufgenommene Höchstmenge PA bei einem 70 Kilogramm schweren Erwachsenen 0,49 Mikrogramm nicht überschreiten. Die Ergebnisse der „Markt“-Analyse im Detail:

Kamillentee:

Von sieben untersuchten Kamillentees waren zwei belastet.

Am schlechtesten schnitt der Tee „Sanfte Kamille“ von Teekanne ab, er enthielt knapp 1,7 Mikrogramm PA pro Liter – der Orientierungswert des BfR wurde damit um das dreifache überschritten. Für Kinder ist die Belastung noch wesentlich höher.

Der Kamillentee der Rewe-Eigenmarke „ja!“ war mit 0,17 Mikrogramm PA pro Liter nur leicht belastet.

Unbedenklich waren die Kamillentees der Eigenmarken von Aldi, Edeka und Lidl sowie der Tee von Meßmer und Alnatura.

Kräutertee:

Unter den Kräutertees war ebenfalls der „Wohltuende 8 Kräuter“-Tee von Teekanne am stärksten belastet – mit 0,84 Mikrogramm PA pro Liter.

Auch der Tee „Kräuter pur“ von Meßmer überschritt mit 0,75 Mikrogramm pro Liter den BfR-Wert deutlich.

Wesentlich geringer war die PA-Belastung bei der Edeka „Kräuter Kloster-Mischung“ (0,2 Mikrogramm) und dem Alnatura Kräuter Tee (0,2 Mikrogramm).

Nicht belastet waren die Kräutertees von Aldi und Lidl.

Von ang/RND

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