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Wirtschaft 4 Millionen Euro für Start-ups geplant
Nachrichten Wirtschaft 4 Millionen Euro für Start-ups geplant
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00:17 19.05.2017
Geschäftsentwicklung in Wohnzimmeratmosphäre: Die Venture Villa in Hannover dient als Vorbild für die Gründungszentren im ganzen Land. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hat zwei Konzepte entwickelt, mit denen das Land erstmals gezielt Start-ups fördert, also Jungunternehmen mit innovativen Techniken oder Geschäftsmodellen. Zum einen will sich das Land direkt an den Firmen beteiligen. Vier Millionen Euro stehen dafür bereit. Mit dem Geld soll die NBank Anteile an rund 20 Firmen erwerben, im Durchschnitt also jeweils 200.000 Euro investieren. Haben die Gründer Erfolg, will das Land seine Anteile verkaufen und das Kapital in die nächsten Start-ups stecken. Scheitern sie, ist das Geld weg. „Wir verstehen das durchaus als Risikokapital“, sagte Lies.

Start-up-Zentren geplant

Zum anderen sollen in vier niedersächsischen Städten Start-up-Zentren entstehen. Dabei soll jede Stadt ein Thema abdecken. Als Vorschläge nennt das Ministerium Mobilität, Gesundheit, Agrartechnik und erneuerbare Energien.

Bis Ende Juli können sich mögliche Standorte bewerben, zum Beispiel Wirtschaftsförderer. Den vier Gewinnern gibt das Wirtschaftsministerium insgesamt 600.000 Euro. Mit diesem Geld und eigenen Mitteln in mindestens gleicher Höhe sollen sie Start-ups auf die Beine helfen. Als Vorbild für die geplanten Zentren nennt Wirtschaftsminister Lies die Venture Villa in Hannover. Sie wird von der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Hannoverimpuls unterstützt und bietet ausgewählten Start-ups - im Austausch für Firmenanteile - kostenfreie Büroräume, Beratung und Kontakte zu Investoren und Mentoren. „Ähnliche Angebote brauchen wir auch im übrigen Land“, sagte Lies. Inspiration lieferten aber vermutlich auch andere Bundesländer. Zum Beispiel baut Nordrhein-Westfalen schon seit 2016 Start-up-Zentren auf.

Rückstand in puncto Gründerszene

Dass Niedersachsen Nachholbedarf hat, wurde vor Kurzem erneut deutlich. Ende April erklärte das Bundeswirtschaftsministerium zwölf deutsche Städte zu sogenannten Digital Hubs, weil dort nach Einschätzung von Experten bereits heute Start-ups, etablierte Unternehmen sowie Universitäten innovative Techniken und Geschäftsmodelle entwickeln. Das Problem: Keine niedersächsische Stadt ist dabei. München gewann den Standort für Mobilität, Köln den für Versicherungen, Nürnberg den für Gesundheit, Karlsruhe den für künstliche Intelligenz. Der Bund wirbt nun weltweit für Investitionen in diese Standorte.

Der Verband der Digitalbranche, Bitkom, lobt das niedersächsische Konzept für Start-up-Zentren: „Die Erfahrung zeigt, dass es sinnvoll ist, sich auf Themen beziehungsweise Branchen zu konzentrieren.“ Auch der hannoversche Start-up-Scout Thorsten Anding hält den Ansatz für sinnvoll. Er regt aber zusätzlich zu den geplanten vier Zentren eine koordinierende Instanz an, „um im Flächenland Niedersachsen die Innovationskraft insbesondere im Mittelstand zu erhöhen“.

Christian Wölbert

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