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Wirtschaft 24 neue Schiffe stechen 2019 in See
Nachrichten Wirtschaft 24 neue Schiffe stechen 2019 in See
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15:37 08.01.2019
Närrisch geht es im Frühjahr 2019 auf der „Mein Schiff 6“ zu: Tui Cruises startet den ersten „Jeckliner“. Quelle: dpa-tmn
Hannover

Das Kreuzfahrtgeschäft brummt wie keine andere Sparte im Tourismus. Nach aktuellen Zahlen des Branchenportals „Cruise Industry News“ kommen in diesem Jahr 24 neue Schiffe auf den Markt. Insgesamt steigt die Kapazität weltweit um rund 42.000 Betten – das bedeutet einen Rekordzuwachs von 7,5 Prozent. Der größte Neuzugang ist die „Costa Smeralda“ mit Platz für 5224 Passagiere, gefolgt von der „MSC Grandiosa“, die knapp 5000 Gäste beherbergen kann.

Bis 2027 soll die Passagierzahl auf hoher See weltweit von zuletzt knapp 27 auf 40 Millionen wachsen. In Deutschland – dem größten Markt in Europa – werden in diesem Jahr mindestens 2,5 Millionen Buchungen erwartet, das wäre das vierzehnte Rekordjahr in Folge. Im Jahr 2017 gingen 2,2 Millionen Bundesbürger auf große Fahrt, ein Plus von 8 Prozent. „Die Nachfrage nach attraktiven Kreuzfahrten wird die nächsten zehn Jahre weiter gehen“, sagte Tui-Chef Friedrich Joussen kürzlich in einem Interview.

Derzeit sind rund 340 Schiffe auf hoher See unterwegs, bis 2027 sind weitere 100 Kreuzer für insgesamt fast 53 Milliarden Euro bestellt. Der europäische Marktführer MSC will seine Flotte bis 2026 fast verdoppeln und elf neue Schiffe in Dienst stellen. Konkurrent Costa lässt bis 2021 vier neue Kreuzer bauen und will die Bettenzahl um fast die Hälfte auf 52.000 erhöhen. Tui Cruises steigert in diesem Jahr mit dem siebten „Mein Schiff“ das Angebot auf knapp 18.000 Plätze. Die größten Kreuzfahrtschiffe fassen inzwischen fast 7000 Gäste (plus Mannschaft) und kosten mehr als eine Milliarde Euro.

Vom Boom auf dem Wasser profitieren Städte, Häfen, Reeder, Veranstalter und Reisebüros, aber auch die Industrie. Es gibt mehr als 700 Kreuzfahrthäfen weltweit, rund 260 allein in Europa. Mancherorts wächst zwar der Unmut über die Touristenflut – dennoch buhlen Städte weltweit um Besuche der Kreuzfahrer, zum Beispiel in der Golfregion, wo das Öl-Emirat Katar gerade eine Kooperation mit Aida und Costa geschlossen hat.

Führender Hersteller der Traumschiffe ist die Meyer-Werft in Papenburg. Neben dem italienischen Staatskonzern Fincantieri sind die Emsländer mit seinem Ableger im finnischen Turku inzwischen wichtigster Produzent in Europa. Die Auftragsbücher sind bis 2023 gefüllt. In diesem Jahr sollen fünf weitere Schiffe vom Stapel laufen.

Inzwischen gibt es weltweit mehr als 70 Kreuzfahrtmarken, der Markt ist jedoch hoch konzentriert: Fast 75 Prozent des Geschäfts beherrschen die drei US-Konzerne Carnival Corporation, Royal Caribbean und Norwegian Cruise Line aus Miami mit ihren Ablegern, zu denen auch führende deutsche Anbieter wie Aida und Costa (beide Carnival) sowie Tui Cruises zählen, letztere gehört zur Hälfte Royal Caribbean.

Allein Carnival (unter anderem mit den Marken Cunard, P&O, Princess, Holland America, Seabourn) unterhält mehr als hundert Schiffe, das Portal „Cruise Industry News“ beziffert den Marktanteil auf fast 42 Prozent. Royal Caribbean kommt mit gut 50 Schiffen auf 23 Prozent, Norwegian Cruise Line mit 26 Kreuzern auf gut 9 Prozent. Erst dahinter folgt der größte Anbieter Europas, das italienische Familienunternehmen MSC, mit 15 Schiffen und 8 Prozent Marktanteil.

Von Thomas Wüpper und Jens Heitmann

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