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Wirtschaft Konzerne gründen Allianz gegen Plastikmüll
Nachrichten Wirtschaft Konzerne gründen Allianz gegen Plastikmüll
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16:19 16.01.2019
Indien, Mumbai: Ein Mann sammelt Plastik und andere wiederverwertbare Materialen an der von Plastik übersäten Küste des Arabisches Meeres. Quelle: Rafiq Maqbool/ dpa
Frankfurt

Zu einem Bündnis haben sich rund 30 globale Konzerne zusammengeschlossen. Ihr erklärtes Ziel: Plastikmüll in der Umwelt reduzieren. Die Unternehmen aus der Chemie-, Kunststoff-, Konsumgüter- und Abfallbranche gründeten in London eine Allianz. 1,5 Milliarden Dollar will sie bis 2024 investieren.

Das Geld vom „Bündnis zum Ende von Plastikmüll“ solle in Projekte für Recycling, Wiederverwertung und Sammlung von Kunststoffabfällen fließen. „Kunststoffe sind sehr leistungsfähige, vielseitig einsetzbare und ressourcenschonende Materialien“, sagte VCI-Präsident Hans Van Bylen. Sie dürften aber nicht als Abfall in die Umwelt gelangen.

Zu viel Plastik landet in Afrika und Asien im Meer

Ziel sei es, Lösungen und Technologien zu entwickeln, mit denen sich die unkontrollierte Plastik-Entsorgung etwa ins Meer stoppen lasse, erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt. Teil des Bündnisses sind auch Energieriesen wie Shell und Total, der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble und die deutschen Unternehmen BASF, Covestro und Henkel.

Die Allianz will sich dabei auf Afrika und Asien-Pazifik konzentrieren, wo besonders viel Plastikmüll in die Meere gerät. Dort sollen in Zusammenarbeit mit Regierungen und Verwaltungen, Entsorgungswege für Plastik aufgebaut, Gebiete von Müll gereinigt und Menschen über die Umweltschäden aufgeklärt werden.

Thailand, Bangkok: Plastikmüll liegt am Strand von Ko Sih Chang, einer Insel im Golf von Thailand. Quelle: Christoph Sator/dpa

Umweltschützer: Höchste Zeit, den Müll einzudämmen

Greenpeace begrüßte das Vorhaben. Es sei höchste Zeit, Kunststoff-Müll einzudämmen, sagte Manfred Santen, Experte für Plastik bei der Umweltorganisation. Die Konzerne müssten aber auch ihre Packungsgrößen für Konsumgüter oder Lebensmittel ändern, die gerade für arme Kunden in Schwellenländer immer kleiner würden. „Der Trend geht in die komplett falsche Richtung“, kritisierte Santen.

Die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastik ist eines der drängendsten Umweltprobleme weltweit. Im Jahr 2050 könnte in den Weltmeeren mehr Plastik als Fisch schwimmen, schätzt die EU. Sie will Plastik-Wegwerfartikel wie Trinkhalme und Besteck bis 2021 verbieten.

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Von RND/dpa

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