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Wirtschaft Nord/LB sagt langsameres Wachstum voraus
Nachrichten Wirtschaft Nord/LB sagt langsameres Wachstum voraus
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14:50 09.01.2019
Bei einem Großwälzlager-Hersteller arbeitet ein Mitarbeiter an einem Teil für ein Großwälzlager an den Schmiersystemen. Quelle: dpa
Hannover

Obwohl die Wirtschaft in den vergangenen Monaten deutlich an Schwung verloren hat, fällt die Konjunkturprognose der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) für dieses Jahr verhalten optimistisch aus. „Die Weltwirtschaft ist 2018 auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen“, sagte Vorstandsmitglied Christoph Dieng am Mittwoch in Hannover: „Wir stehen jetzt an einer Weggabelung.“ Ein Abschwung sei jedoch wenig wahrscheinlich.

Nach Einschätzung der Bank wird die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr um 1,3 (Vorjahr: 1,5) Prozent zulegen – für Niedersachsen rechnen die Volkswirte mit einem Plus von 0,8 (Vorjahr: 1,0) Prozent. Die heimische Industrie habe im vergangenen Jahr deutlich an Dynamik verloren, hieß es. Zum einen hätten die exportorientierten Unternehmen unter der Eintrübung des außenwirtschaftlichen Umfeldes gelitten, zum anderen wurde die Autobranche durch das neue Abgastestverfahren WLTP ausgebremst.

Die Nord/LB stellt ihre Prognose jedoch unter Vorbehalt – sie gelte nur „bei einem Ausbleiben großer Schockereignisse.“ Die Volkswirte setzten darauf, dass die USA und China ihren Handelskonflikt glimpflich beilegen, dass der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU-Kommission nicht eskaliert und dass Großbritannien einen harten Brexit vermeiden kann. „Wir gehen von einem Sieg der Vernunft aus“, sagte Dieng. „Anderenfalls wäre unsere Vorhersage zu optimistisch.“

Nachdem die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal 2018 geschrumpft ist, zeichnet sich auch für die Monate Oktober bis Dezember ein Minus ab. Laut Statistischem Bundesamt ist die Industrieproduktion im November im Vergleich zum Vormonat um 1,9 Prozent gesunken. Damit könnte das Land in eine sogenannte technische Rezession gerutscht sein – für den Beginn einer Negativspirale gebe es jedoch keine Anzeichen, sagte Chef-Volkswirt Christian Lips. Weder der anhaltende Aufschwung am Arbeitsmarkt noch das solide Steueraufkommen deuteten derzeit auf eine Krise hin.

Die niedersächsische Wirtschaft hat im vergangenen Jahr an Dynamik verloren. Bis Ende September lagen die Auftragseingänge der Unternehmen in den jedem Monat unter denen des Vorjahres – nach neun Monaten betrug das Minus kumuliert knapp 21 Prozent. Besonders stark fielen die Rückgänge in der Autoindustrie mit fast 30 Prozent aus; der Maschinenbau und die Chemie lagen bei minus 20 beziehungsweise minus 17 Prozent. Dass es insgesamt noch für ein Wachstumsplus von einem Prozent reichte, sei vor allem dem Baugewerbe zu verdanken, sagte der für die Regionalwirtschaft zuständige Analyst, Eberhard Brezski. Hier treibe das niedrige Zinsniveau die Investitionen. In den Jahren 2016 und 2017 war die Wirtschaft in Niedersachsen noch um 5,5 beziehungsweise 2,5 Prozent gewachsen.

Von Jens Heitmann

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