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00:19 13.01.2019
Das Logo von Volkswagen glänzt an der Heckklappe eines Modells des Transporters „Buzz Cargo. Quelle: dpa
Hannover

Eine Kooperation mit Ford ist für Volkswagen von Vorteil, weil die beiden Branchengrößen im Bereich leichter Nutzfahrzeuge vergleichsweise kleine Lichter sind. Wenn die Autobauer in diesem Segment ihre Kräfte bündeln, können sie sich Kosten für die Entwicklung neuer Modelle teilen – angesichts der enormen Herausforderungen bei der Umstellung der Produktpalette auf elektrische Antriebe kommen hier erkleckliche Beträge zusammen.

Darüber hinaus bietet die Allianz mit einem US-Konzern die Chance, das durch die Abgasmanipulationen ramponierte Image bei den amerikanischen Autokäufern und bei der Administration in Washington aufzupolieren. Das könnte auch dabei helfen, Donald Trump von der Verhängung von Importzöllen abzuhalten – schließlich würde eine Benachteiligung von Volkswagen mittelbar auch Ford treffen. Wie wichtig man das in Wolfsburg einschätzt, zeigt die Ankündigung von Konzernchef Herbert Diess, sogar über den Bau von VW-Modellen in amerikanischen Ford-Werken nachzudenken.

Solch kühne Visionen stoßen beim neuen Partner zu Recht auf Skepsis – Ford und Volkswagen sind weiterhin Konkurrenten und wollen das auch bleiben. Denkbar sind weitere gemeinsame Projekte vor allem in Bereichen, in denen beide Unternehmen zu den Nachzüglern gehören. Das gilt beispielsweise bei Systemen für selbstfahrende Autos, wo die Google-Schwester Waymo weit enteilt ist. Es spricht für den Realitätssinn beider Konzerne, dass sie ihre Zusammenarbeit mit einer handfesten wie überschaubaren Herausforderung beginnen: der Entwicklung eines neuen Pick-up.

Von Jens Heitmann

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