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Wirtschaft Nachweise sind nur recht und billig
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00:19 11.10.2018
Ein Traktor zieht eine Erntemaschine über ein Feld mit gerodeten Zwiebeln neben einem Lastwagen her. Quelle: dpa
Hannover

Wenn Hochwasser die Felder überschwemmt oder sommerliche Hitze Teile der Ernte verdorren lässt, ist die Forderung nach „unbürokratischer Hilfe“ nie fern. Obwohl die Landwirte ohnehin schon mehr als ein Drittel ihrer Einnahmen aus Subventionen beziehen, ist der Bauernverband immer bestrebt, das verbleibende unternehmerische Risiko so weit wie möglich zu verkleinern. Als Ausgleich für die Dürre dieses Jahres hielt der Verband schon Ende Juli eine Milliarde Euro für angemessen, als man über den möglichen Schaden nur spekulieren konnte.

Nach einem Blick auf die tatsächlichen Ernteausfälle haben Bund und Länder den Hilfebedarf der Bauern auf etwa ein Drittel dieser Summe taxiert. Auch das ist noch ein ansehnlicher Betrag – und doch wollen viele Landwirte darin nur eine „Scheinhilfe“ erkennen. Sie empören sich darüber, dass der Fiskus das Geld nicht einfach so auszahlt, sondern schon etwas genauer wissen möchte, wie groß die Not der von der Dürre Betroffenen wirklich ist. Solche Einblicke möchte die Branche lieber vermeiden.

Es steht außer Frage, dass die Wetter-Extreme der vergangenen beiden Jahre viele Landwirte schwer getroffen haben, aber eben nicht alle und nicht alle gleichermaßen. Die Ernte ist sehr unterschiedlich ausgefallen, weil es in einigen Regionen noch trockener war als in anderen – aber auch, weil manche Bauern rechtzeitig in Beregnungsanlagen investieren konnten. Es ist also nur recht und billig, wenn der Staat seine Hilfen nicht pauschal ausschüttet, sondern an konkrete Nachweise der Bedürftigkeit knüpft.

Von Jens Heitmann

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