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19:52 07.12.2018
VW ruft Tausende Fahrzeuge zurück. Quelle: dpa
Hannover

Die Liste der großen, mittleren und kleinen Skandale bei VW wird munter fortgeschrieben. Die Marke drehte ihren Kunden Vorserienfahrzeuge offenbar als einwandfreie Neuwagen an. Zwar geht es nur um ein paar Tausend Autos, zwar kostet der Rückkauf nicht viel Geld, aber der Fall ist durchaus peinlich. Und er wirft die grundsätzliche Frage auf: Warum immer VW? Hat man in Wolfsburg nach Dieselskandal und Affen-Experimenten nichts dazugelernt?

Ganz so schlimm ist es nicht. Die Manipulationen an Dieselmotoren hat VW 2015 erst nach massivem Druck von US-Beamten zugegeben. In vielen anderen Fällen hat der Konzern seitdem selbst Vorgänge aufgeklärt und den Behörden gemeldet. So war es nun auch bei den Testwagen. Hinzu kommt: Seit dem Dieselskandal steht VW stärker im Fokus von Verbraucherschützern, Anlegern, Behörden und Medien als andere Hersteller.

Allerdings reagiert der Konzern immer noch sehr langsam auf interne Alarmmeldungen. Egal, ob es um Skandale oder strategische Fehler geht: Der Riesentanker VW braucht immer noch zu lange, um seinen Kurs zu korrigieren. Manchmal kostet das nur ein paar Millionen Euro, manchmal aber auch Milliarden. Die aktuellen WLTP-Probleme sind ein Beispiel dafür. 2021 drohen Milliardenstrafen wegen der Überschreitung von CO2-Grenzwerten. Gleichzeitig beschleunigt die Digitalisierung die Autowelt immer weiter.

Konzernchef Herbert Diess muss den Tanker also irgendwie in ein Schnellboot verwandeln. Sonst kommt VW aus den Schlagzeilen nicht heraus. Und wird am Markt von kleineren, wendigeren Wettbewerbern überholt.

Von Christian Wölbert

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