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Wirtschaft Kabel-Boom kommt für Nexans zu spät
Nachrichten Wirtschaft Kabel-Boom kommt für Nexans zu spät
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19:53 24.01.2019
Der Nexans-Standort Hannover steht vor dem Aus. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Es gibt Branchen, in denen Krisen fast schon ein Teil der Tradition sind. Wenn in Emden eine Werft innerhalb kurzer Zeit zum vierten Mal Insolvenz anmeldet, überrascht vielleicht noch die schnelle Abfolge der schlechten Nachrichten – aber nicht unbedingt die Nachricht an sich. Dass der Schiffbau in Deutschland nur innerhalb lukrativer Nischen auskömmliche Margen ermöglicht, ist längst auch abseits der Küsten bekannt. Das Aus für das Werk eines Kabelherstellers hingegen widerspricht der allgemeinen Wahrnehmung. Für einen Konzern wie Nexans müssten es goldene Zeiten sein: Der Boom beim Ökostrom macht quer durch Europa viele neue Leistungen nötig.

Allein in Deutschland soll die Stromautobahn „Südlink“ 770 Kilometer lang werden, der „Südostlink“ ist mit einer Strecke von 580 Kilometern geplant, damit der grüne Strom von den Windrädern im Norden zu den Verbrauchern in den Süden transportiert werden kann. Zudem benötigen neue Windparks Kabel und auch die Verteilernetze bedürfen der Modernisierung. Noch sind das vielfach aber nur Hoffnungen, die sich bisher nicht in entsprechenden Aufträgen niederschlagen.

Der Investitionsstau in den deutschen Leitungsnetzen ist erheblich: 20 Prozent aller Kabel sind älter als 50 Jahre – die Betriebsdauer ist auf 45 Jahre ausgelegt. Für dieses Vabanque-Spiel ist auch die Bundesnetzagentur verantwortlich, die über die Höhe der Rendite der Trassen-Betreiber entscheidet. Für die jüngste Novellierung hat sich die Behörde vergleichsweise viel Zeit gelassen; die Unternehmen beginnen erst allmählich damit, neue Leitungen zu bestellen. Für das Nexans-Werk in Hannover kommt das offenbar zu spät.

Von Jens Heitmann

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