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Wirtschaft Borkenkäfer nagt am Brotbaum
Nachrichten Wirtschaft Borkenkäfer nagt am Brotbaum
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18:38 16.01.2019
Die bis zu 140 Jahre alten Fichtenstämme im Harz waren dem Sturm Frederike im Frühjahr zum Opfer gefallen und müssen aufgrund des übersättigten Holzmarktes nun auf den Verkauf warten. Quelle: dpa
Hannover

In Würzburg gibt es Widerstand gegen eine besondere Art des Waldsterbens: Um den Kahlschlag für Weihnachtsbäume zu verhindern, bietet dort eine Initiative Tannen zum Kauf an, die im Forst bleiben, statt nach der kurzen Zeit im Wohnzimmer spätestens im Januar auf der Straße zu landen – allein in Deutschland sind das jedes Jahr 27 Millionen Exemplare. Das Ziel des Projekts ist ein gesunder, heimischer Mischwald anstelle der unnatürlichen Monokulturen der Christbaumplantagen.

Auch bei den staatlichen Förstern ist längst die Erkenntnis gewachsen, dass sie ihre Wälder anders strukturieren müssen. Die Sturmschäden der vergangenen beiden Jahre wären deutlich geringer ausgefallen, wenn auf weiten Flächen nicht nur Fichten und Kiefern stehen würden. Doch als ein Großteil der Bäume gepflanzt wurde, war der Klimawandel noch kein Thema. Stattdessen galt der großväterliche Grundsatz: „Willst Du dass Deine Enkel fluchen, pflanze Buchen, Buchen, Buchen.“ Laubbäume wachsen langsam, erst spät bringen sie Geld ein.

Die Forstbetriebe versuchen mit hohem Aufwand, ihre Wälder weniger anfällig zu machen – durch die langen Wachstumsphasen der Bäume ist das jedoch nicht in wenigen Jahren zu erreichen. In der Zwischenzeit können sie nur darauf hoffen, dass die Intervalle zwischen den extremen Wetterlagen nicht immer kürzer ausfallen. Noch behauptet sich die Fichte als „Brotbaum der Forstwirtschaft“, auch wenn die Preise wegen des Überangebots deutlich gesunken sind. Doch selbst ohne Orkane spricht derzeit wenig für eine Erholung: Für das Frühjahr befürchten die Förster erneut eine massenhafte Vermehrung des Borkenkäfers.

Von Jens Heitmann

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