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Wirtschaft Monsanto und andere Baustellen
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19:18 29.11.2018
Das Bayer-Kreuz leuchtet auf dem Werksgelände in Leverkusen. Quelle: dpa
Hannover

Es läuft nicht gut für Werner Baumann. Mit der Übernahme des Konkurrenten Monsanto sind der Bayer-Chef und sein Konzern auf die schiefe Bahn geraten: Seit ein US-Gericht einem Gärtner wegen verschleierter Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat Schadenersatz zugesprochen hat, ist der Aktienkurs um fast ein Drittel eingebrochen. Inzwischen wird Bayer an der Börse noch mit 60 Milliarden Euro taxiert – etwa den gleichen Betrag hat das Unternehmen im Juni für den Kauf von Monsanto bezahlt.

Noch kann der Konzern darauf hoffen, dass die insgesamt 9300 Glyphosat-Klagen glimpflicher ausgehen als von den Anlegern befürchtet – aber damit wäre man in Leverkusen nur die größte Sorge los. Es gibt zwei weitere Krisenherde: Das Geschäft mit innovativen Spezial-Medikamenten hat spürbar an Schwung verloren und der Bereich der rezeptfreien Arzneimittel – 2014 noch mit einem teuren Zukauf erweitert – gilt mittlerweile als Sanierungsfall. Seit drei Jahren liefert diese Sparte mit ihrem Vorzeigeprodukt Aspirin immer weniger Gewinn ab.

Baumann hat es also gleich mit drei Baustellen zu tun – und für die Behebung der Mängel nicht mehr allzu viel Zeit. Noch scheinen die mit der Monsanto-Übernahme entstandenen Prozessrisiken nicht nur normale Aktionären abzuschrecken, sondern auch aggressivere Investoren, die bei kriselnden Konzernen sonst schnell zur Stelle sind. Aber das muss nicht so bleiben. Bayer kann sich schnell zu einem jener Kandidaten entwickeln, die bei Hedgefonds Aufspaltungsphantasien wecken. Auch um einem solchen Szenario vorzubeugen, greift der Konzernchef jetzt zu einem besonders dicken Rotstift.

Von Jens Heitmann

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