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Wirtschaft Zu weit getrieben
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18:44 01.01.2019
Bau von Eigentumswohnungen in Berlin Quelle: dpa
Hannover

Sie kenne kein anderes Land, das so schöne und so dichte Fenster baue wie Deutschland, sagte Angela Merkel einmal treffend. Mittlerweile muss man ergänzen, dass wir den teutonischen Perfektionismus beim Bauen zu weit getrieben haben. Die Verantwortlichen – Gesetzgeber, aber auch Bauherren – sollten sich fragen, wie wir wieder günstiger bauen können.

Es geht um eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten Jahre. Allein 2018 stiegen die Wohnungsbaukosten um 4,5 Prozent. Es wird mehr gebaut, trotzdem galoppieren Mieten und Kaufpreise den Einkommen davon, werden große Städte für immer mehr Menschen zu teuer. Grund ist vor allem die hohe Nachfrage. Doch die Baubranche kritisiert zu Recht auch die Vorschriften.

Um beim Fenster zu bleiben: Aufgrund von Klima-, Schallschutz- und Sicherheitsanforderungen wiegen die Scheiben mittlerweile oft so viel, dass sie nicht mehr von Hand geöffnet werden können. Also werden auch noch teure Motoren eingebaut.

So einen Wahnsinn will eigentlich niemand. Man kann auch keine einzelne Vorschrift, keinen einzelnen Akteur dafür verantwortlich machen. Ursache ist ein Dickicht aus Normen und Bauherrenansprüchen, die sich in der Praxis widersprechen. Architekten und Baufirmen lösen solche Probleme dann mit hohem Aufwand.

Deshalb ist es richtig, dass Initiativen wie das niedersächsische Bündnis für bezahlbares Wohnen viele Akteure an einen Tisch bringen. Ein Erfolg wird das Ganze aber nur, wenn alle kompromissbereit sind – auch auf Kosten von anderen Zielen wie dem Klimaschutz. Die dichtesten Fenster der Welt haben wir schließlich schon lange.

Von Christian Wölbert

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