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Wirtschaft Die Fahrer von Geldtransportern verdienen höhere Löhne
Nachrichten Wirtschaft Die Fahrer von Geldtransportern verdienen höhere Löhne
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18:36 02.01.2019
Geldscheine werden an einem Geldautomaten abgehoben: Warnstreiks bei Geldtransporter-Fahrern haben begonnen. Quelle: Holger Hollemann/dpa
Frankfurt

Stell dir vor, die Geschäfte haben geöffnet und es gibt kein Bargeld. Diese Horrorvision von Intensiv-Shoppern könnte bald Wirklichkeit werden. Denn in der sogenannten Geld- und Wertbranche haben sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber in einen heftigen Tarifkonflikt verbissen, der nun erste Warnstreiks gezeitigt hat. Und das ausgerechnet jetzt, da viele an Weihnachten mit Briefumschlägen beschenkt wurden, die Scheine enthalten.

Kommen sich die beiden Seiten nicht näher, dann könnten es Kunden demnächst schwer haben, ihr Bares loszuwerden. Denn der Einzelhandel hat sich – aus Sicherheits- und Kostengründen – darauf eingestellt, nur noch so wenig Geld wie möglich in den Geschäften zu haben. Deshalb sind sie auf das Abtransportieren der Tageseinnahmen angewiesen. Bei Streiks kann dies richtig teuer und zu einem echten Problem für die Händler werden.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi weiß das. Deshalb kann sie selbstbewusste Forderungen stellen. Und das ist richtig so. Die Arbeit in der Geld- und Wertbranche ist hart, vor allem wegen psychischen Belastung. Die Transporteure der Zahlungsmittel müssen bereit sein, im Falle eines Falles zur Waffe zu greifen. Dennoch ist dort ein Niedriglohnsektor entstanden. Deshalb ist es richtig, kräftige Zuschläge zu fordern. Allerdings weiß Verdi auch, dass man es mit den Streiks nicht überziehen darf. Denn Frust und Ärger der Verbraucher könnten auf sie zurückfallen – immerhin gibt es die bargeldlose Alternative.

Indes: Dass ein Streik Verbraucher auf breiter Front dazu bringen kann, künftig häufiger mit EC- und Kreditkarte zu zahlen, ist nicht zu erwarten. Die Deutschen werden nicht nur nach Weihnachten an ihrem liebgewonnenen Scheinen und Münzen festhalten. Für Geldtransporteure bleibt auf absehbare Zeit viel zu tun. Und das muss ordentlich – durchaus bargeldlos – entlohnt werden.

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Von Frank-Thomas Wenzel/RND

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