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Wirtschaft Inflation im Euroraum steigt unerwartet stark
Nachrichten Wirtschaft Inflation im Euroraum steigt unerwartet stark
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13:22 31.07.2018
Die Energiekosten stiegen im Juli um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Quelle: dpa
Luxemburg

Die Teuerung in der Eurozone hat im Juli weiter angezogen. Wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte, stieg die Inflationsrate von 2,0 Prozent im Vormonat auf 2,1 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Dezember 2012. Die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von mittelfristig knapp zwei Prozent wird damit leicht überschritten.

Besonders deutlich stiegen im Juli die Preise für Energie. Sie verteuerte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,4 Prozent. Nahrungs- und Genussmittel kosteten 2,5 Prozent mehr. Die Preise für Dienstleistungen stiegen um 1,4 Prozent, die Preise für Industriegüter um 0,5 Prozent – und damit jeweils unterdurchschnittlich stark.

Experten hatten geringeren Anstieg der Kernrate erwartet

Ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak lag das Preisniveau im Euroraum 1,1 Prozent höher als vor einem Jahr. Analysten hatten einen Anstieg um lediglich 1,0 Prozent erwartet, nachdem die sogenannte Kernrate im Vormonat 0,9 Prozent betragen hatte. Die Kernrate gilt unter Ökonomen als aussagekräftiger für die Preisentwicklung als die Gesamtinflation, weil die Preise für Energie und Nahrungsmittel oft stärker schwanken.

Die Gesamtwirtschaft in der Eurozone verlor im Frühjahr weiter etwas an Schwung. Laut einer ersten Eurostat-Schätzung vom Dienstag lag die Wirtschaftsleistung (BIP) im zweiten Quartal 0,3 Prozent höher als im Quartal davor. Damit hat sich das Wachstum den zweiten Monat in Folge abgeschwächt, und es wurde die niedrigste Wachstumsrate seit dem dritten Quartal seit 2016 erreicht. Volkswirte hatten für das zweite Quartal ein Plus von 0,4 Prozent erwartet.

Von dpa/RND