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14:46 16.07.2018
Wenn die Schulter schmerzt: 41 Prozent der Rehas werden wegen orthopädischer Erkrankungen durchgeführt. Quelle: dpa
Berlin

Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland nehmen medizinische Reha-Leistungen wie Kuren in Anspruch. Das geht aus Daten der Deutschen Rentenversicherung Bund hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegen. Demnach ist die Zahl der von der Rentenversicherung erbrachten Leistungen zur medizinischen Rehabilitation in den letzten zehn Jahren um rund 20 Prozent gestiegen. 2007 waren es 900.000 Fälle, 2017 bereits 1.074.000 Fälle.

Laut Rentenversicherung ist die Zunahme vor allem auf die demografische Entwicklung zurückzuführen. Sie führe dazu, dass die Generation der Babyboomer verstärkt in ein Alter komme, in dem Reha-Leistungen häufiger notwendig würden.

Eine neue Reha ist erst nach vier Jahren wieder möglich

Nach Angaben der Rentenversicherung werden die meisten medizinischen Rehabilitationen wegen orthopädischer Erkrankungen durchgeführt. Ihr Anteil liegt bei 41 Prozent. Es folgen Behandlungen wegen psychischer Störungen und onkologische Erkrankungen mit jeweils 15 Prozent, Herz-/Kreislauferkrankungen mit 10 Prozent und Störungen des Stoffwechsels mit 3 Prozent.

Versicherte können Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erhalten, wenn ihre Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder bereits gemindert ist. Grundsätzlich ist eine erneute Reha erst nach vier Jahren wieder möglich. „Von der Rehabilitation der Rentenversicherung profitieren nicht nur die Versicherten, die wieder am Erwerbsleben teilnehmen können, sondern auch die Versichertengemeinschaft wird entlastet“, sagte Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, dem RND. Wer wieder arbeite, zahle weiter Beiträge und vermeide eine Erwerbsminderung, für die die Rentenversicherung eine Rente zahle. Auch blieben den Arbeitgebern qualifizierte Arbeitskräfte erhalten.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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