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Nachrichten Wirtschaft IG-Metall Niedersachsen will mehr Geld und flexiblere Arbeitszeiten
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17:30 24.10.2017
Quelle: dpa/dpaweb
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Hannover

Für die rund 130 000 VW-Beschäftigten sollen beim Entgelt Forderungen in ähnlicher Höhe erhoben werden. Anders als bei der Metallbranche steht bei VW nicht die Forderung nach flexiblerer Arbeitszeit, sondern eine aufgestockte betriebliche Altersversorgung im Fokus der strukturellen Verbesserungen. Zudem sollte die Ausbildung bei VW in Zukunftsbereichen gestärkt werden. Der IG Metall-Bezirk trägt damit die vom Vorstand empfohlenen Forderungen mit. Neben der Lohnerhöhung beschloss die Tarifkommission ein flexibles Arbeitszeitmodell für die etwa 93 000 Beschäftigten der Metall- und Elektro-Branche. Sie sollen bei Bedarf für einen befristeten Zeitraum von zwei Jahren ihre Wochenarbeitszeit auf bis zu 28 Stunden verringern können. Nach einer Sitzung der zuständigen Tarifkommissionen sagte Bezirksleiter Thorsten Gröger am Dienstag in Hannover: „Aus unserer Sicht trifft diese Forderung den Nerv der Zeit.“ Vor allem diese Forderung stößt auf Widerstand der Metall-Arbeitgeber, die sie für überzogen halten. „Es brodelt gewaltig an der Basis; die IG Metall verschärft mit ihren Forderungen das Problem Nummer eins unserer Unternehmen - den Fachkräftemangel - weiter“, warnte der Chef von Niedersachsenmetall, Volker Schmidt. Viele Betriebe machten sich bereits ernsthaft Gedanken über die Sinnhaftigkeit der Tarifbindung. Gröger empfahl den Arbeitgebern, ihren „Ablehnungsreflex“ aufzugeben. Es gebe eine hohe Entschlossenheit: „Das Forderungspaket ist ein Gesamtpaket.“ Für bestimmte Gruppen wie Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder oder Pflegende verlangt die Gewerkschaft „tarifdynamische Zuschüsse“ in unterschiedlicher Höhe bei ihrem geforderten Arbeitszeitmodell. Die bundesweit einheitliche Forderung wird an diesem Donnerstag vom Vorstand der IG Metall endgültig festgezurrt. Die IG Metall weist bei ihren Forderungen auf die robuste Konjunktur. Sie vertritt im Tarifgebiet Niedersachsen die Interessen von 83 000 Beschäftigten und 10 000 in Sachsen-Anhalt sowie 130 000 Volkswagen-Mitarbeiter. Bei VW endet der Entgelttarifvertrag am 31. Januar 2018, der Metall-Flächentarif läuft einen Monat vorher aus. Der VW-Haustarif gilt als größter Firmentarifvertrag der deutschen Privatwirtschaft. Volkswagen-Betriebsratschef Bernd Osterloh erklärte ebenfalls die Notwendigkeit von strukturellen Verbesserungen.

Von dpa

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