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Wirtschaft Ligna verzeichnet 2017 positive Bilanz
Nachrichten Wirtschaft Ligna verzeichnet 2017 positive Bilanz
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13:28 27.05.2017
„Für uns war das alles sehr wertvoll“: Aldo Gruber (li.) und sein Sohn Fabio Germán besuchten die Ligna in Hannover. Quelle: Oehlschläger
Hannover

Daheim in Argentinien will Aldo Gruber etwas ändern: Sein Forstbetrieb, der im nördlichen Landeszipfel zwischen Brasilien und Paraguay liegt, arbeite nicht effizient genug, erzählt der 60-Jährige. Um die neuesten Maschinen und Innovationen in der Holzverarbeitung zu begutachten, hat er zum ersten Mal die Fachmesse Ligna in Hannover besucht, die am Freitag zu Ende ging. Begleitet wurde er dabei von seinem Sohn Fabio Germán, der gerade erst sein Diplom als Ingenieur gemacht hat.

„Entweder muss die Zahl der Angestellten runter, oder die Produktivität muss steigen“, sagt Gruber. Auf der Messe wolle er daher nach Maschinen schauen, die eine bessere Arbeitsleistung brächten. „Für uns war das alles sehr wertvoll, was wir hier gesehen haben“, lautet sein Resümee. Er habe auch eine Maschine im Blick, wolle jedoch keine Einzelheiten verraten - der Anbieter solle sich schließlich nicht allzu sicher sein, in Gruber seinen nächsten Kunden gefunden zu haben.

500 Angestellte in Eldorado

Rund 500 Angestellte beschäftige er in Eldorado, erzählt der 60-Jährige. Seine Betriebsfläche von 15.000 Hektar werde etwa zur Hälfte als Plantage genutzt. Dort lasse er Bäume abholzen, die in einem seiner Sägewerke verarbeitet und zu Möbeln oder Häusern verbaut würden. Holzhäuser seien mehr und mehr im Kommen, aber noch sei die Nachfrage „geringer, als uns lieb ist“, sagt Gruber. Seine weitläufigen Waldgebiete nutzt er daher als eine zusätzliche Einnahmequelle: Im Schutz der Bäume hält und züchtet er Rinder.

„Wir kommen öfter nach Europa, um unsere Maschinen zu kaufen“, erzählt Gruber. Bisher sei er dafür überwiegend nach Finnland, Brasilien oder Frankreich gereist. Auf der Ligna habe er sich aber trotz der 128.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche gut orientieren können. „Alles war sehr einfach zu verstehen und gut markiert.“

Auch die Deutsche Messe AG zog eine positive Bilanz, nachdem in diesem Jahr die Stände der Ligna neu arrangiert worden waren: 80 Prozent der Besucher hätten die neue Themenaufteilung für gut bis sehr gut befunden. Mit 93.000 Besuchern sei das selbst gesetzte Ziel erreicht worden - allerdings kamen im Vergleich zur vorangegangenen Messe vor zwei Jahren 3000 Gäste weniger. Dafür war mit 42.000 Besuchern mehr Publikum aus dem Ausland da: Der Anteil stieg um 5 Prozent.

Wenn Fabio Germán Gruber zur nächsten Ligna im Mai 2019 wiederkommt, wird er, wenn alles so läuft, wie er es sich vorstellt, schon zwei Jahre im Familienbetrieb gearbeitet haben. „Nächsten Montag fange ich an“, sagt der 24-Jährige. Es klingt, als habe der Besuch mit dem Vater in Hannover ihn darin noch einmal bestärkt.

Von Nils Oehlschläger

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