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Wirtschaft Sennheiser gibt Produktlinien an Partner ab
Nachrichten Wirtschaft Sennheiser gibt Produktlinien an Partner ab
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00:18 15.09.2018
Daniel und Andreas Sennheiser: „Stärkung der Unabhängigkeit als Familienunternehmen“ Quelle: Rainer-Droese
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Hannover

Sennheiser will sich künftig noch stärker auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Der Audiokonzern aus der Wedemark beendet deshalb die Zusammenarbeit mit den dänischen Hörgeräte-Hersteller William Demant und gibt Produktlinien an diesen ab. Die gemeinsame Tochtergesellschaft Sennheiser Communications mit Sitz bei Kopenhagen soll Anfang 2020 aufgelöst werden. „Die Entscheidung erfolgte einvernehmlich“, teilte Sennheiser mit. Beide Partner würden auch künftig kooperieren, „wann immer sich Synergien und Chancen ergeben“.

Das Joint Venture entwickelt und vermarktet vor allem Headsets, also Kopfhörer mit eingebauten Mikrofonen. William Demant werde künftig die Modelle für den Einsatz in Büros und Callcentern sowie für Computerspieler fortführen, teilte Sennheiser mit. Die dänische Firma werde diese Produkte weiterhin unter dem Namen Sennheiser vertreiben.

Den Bereich der Smartphone-Headsets will Sennheiser selbst übernehmen. „Für Sennheiser ist die Integration des Mobile-Music-Bereichs ein konsequenter Schritt bei der Fokussierung auf Kernkompetenzen und die Stärkung der Unabhängigkeit als Familienunternehmen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Mitarbeiter wechseln zu Demant

Arbeitsplätze sollen durch den Umbau nicht wegfallen. William Demant werde die rund 200 Mitarbeiter von Sennheiser Communications übernehmen, erklärte eine Sennheiser-Sprecherin gegenüber der HAZ. Außerdem würden rund 100 Sennheiser-Mitarbeiter, die für den Vertrieb der Headsets zuständig sind, zum dänischen Unternehmen wechseln. Diese 100 Angestellten seien weltweit im Einsatz, rund 20 von ihnen in Deutschland und nur drei in der Zentrale in der Wedemark. Insgesamt beschäftigte Sennheiser Ende 2017 weltweit rund 2800 Menschen.

Sennheiser begründet den Schritt damit, dass die Märkte sich immer schneller veränderten. Beide Partner könnten sich unabhängig voneinander besser auf ihre Stärken konzentrieren, sagte die Sprecherin. Seine Schwerpunkte sieht Sennheiser im Privatkundenbereich vor allem bei Kopfhörern und Headsets für unterwegs. Im Profibereich setzt das Unternehmen unter anderem auf Konferenztechnik und drahtlose Mikrofone. Übergreifend will Sennheiser den 3D-Klang vorantreiben.

Sennheiser und William Demant gründeten ihr Joint Venture 2003. Damals stand in erster Linie der wachsende Markt für Call-Center-Headsets im Fokus. Die Zusammenarbeit sei erfolgreich gewesen, betont Sennheiser. Die Marktanteile seien in allen drei Bereichen stetig gewachsen. „Und auch in Zukunft sehen wir große Wachstumspotenziale“, sagte Daniel Sennheiser, Co-Chef des Familienunternehmens.

Von Christian Wölbert

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