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Wirtschaft Daimler kommt VWN in den USA zuvor
Nachrichten Wirtschaft Daimler kommt VWN in den USA zuvor
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00:18 09.09.2018
Amazon will mit Mercedes-Sprintern einen neuen Lieferdienst aufbauen, der UPS und Co. Konkurrenz macht. Quelle: MediaPortal Daimler AG
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Hannover

Daimler macht Fortschritte im US-Markt. Der Stuttgarter Konzern weihte am Mittwoch sein erstes Werk für leichte Nutzfahrzeuge in den Vereinigten Staaten ein und verkündete gleichzeitig einen Großauftrag. Der Online-Händler Amazon bestellt 20.000 Lieferwagen vom Typ Sprinter und ist damit auf einen Schlag weltweit größter Abnehmer des Modells. Der Konkurrent VW Nutzfahrzeuge (VWN) profitiert von der steigenden Nachfrage in den USA nicht: Die Marke aus Hannover ist bislang nicht in den USA vertreten.

„Die USA sind schon heute der zweitgrößte Markt für unseren Sprinter“, sagte Volker Mornhinweg, Leiter der Daimler-Sparte Mercedes-Benz Vans. Mit dem neuen Werk in Charleston (South Carolina) könne man die Kunden schneller und flexibler beliefern. Daimler verkauft seinen Sprinter schon seit über zehn Jahren in den USA. Bislang wurden die Fahrzeuge allerdings in Deutschland gebaut, dann aufwendig zerlegt, verschifft und in Charleston erneut zusammengebaut. So umging Daimler die US-Importzölle auf leichte Nutzfahrzeuge in Höhe von 25 Prozent.

Mit dem neuen Werk spart Daimler sich das umständliche Verfahren und kann seine US-Kunden deutlich wirtschaftlicher bedienen. Größter Abnehmer wird Amazon: Der Online-Konzern nimmt 20.000 Sprinter für einen neuen Lieferdienst ab, den er gerade aufbaut. Er will seine Pakete künftig von kleinen Partnerfirmen ausliefern lassen. Diese sollen Flotten von 20 bis 40 Sprintern betreiben und damit auch Amazons Abhängigkeit von etablierten Paketdiensten wie UPS oder Fedex beenden.

Wann erobert VWN die USA?

Der Amazon-Auftrag erreicht Dimensionen, die im Nutzfahrzeug-Markt selten sind. Zum Vergleich: 2017 verkaufte Daimler weltweit ungefähr 200.000 Sprinter, davon rund 27.000 in den USA. Konkurrent VWN lieferte im vergangenen Jahr weltweit rund 47.000 Exemplare seines ähnlich großen Crafter aus.

Die hannoversche Marke hat noch kein Werk und kein Netz aus Händlern und Servicepartnern in den USA. Sie könnte deshalb frühestens in einigen Jahren vom wachsenden US-Markt für leichte Nutzfahrzeuge profitieren. Zurzeit spricht VWN mit Ford über eine Kooperation, dabei könnte es auch um gemeinsam entwickelte Modelle für Nordamerika gehen.

Von Christian Wölbert

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