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Nachrichten Wirtschaft Landesregierung will berufliche Bildung stärken
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18:42 15.10.2018
Weil, Althusmann und Tonne: „Fachkräftemangel schneller und umfassender als angenommen.“ Quelle: Wölbert
Hannover

Die niedersächsische Landesregierung plant ein Bündel von Maßnahmen gegen den zunehmenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Sie will unter anderem die Ausbildung von Erziehern attraktiver machen, die Berufsorientierung an Schulen ausbauen und Firmen bei der Rekrutierung im Ausland helfen. Das geht aus einem „Aktionsplan“ hervor, den Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) und Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Montag in Hannover vorstellten. „Der Mangel an Fachkräften zeigt sich schneller und umfassender als anfangs angenommen“, sagte Weil.  

Die Landesregierung will nun vor allem die berufliche Bildung – als Alternative zum Studium – stärker fördern. Wünschenswert sei eine Balance zwischen beruflicher Bildung und Akademisierung, sagte Kultusminister Tonne. Dazu will er mit einer „Handreichung“ das Image der Ausbildung in Schulen und Elternhäusern verbessern. Außerdem verwies Tonne auf einen seit Oktober gültigen Erlass, der Maßnahmen für die Berufsorientierung an Schulen ausbaut, zum Beispiel Praktika und Berufsberatung. Das Wirtschaftsministerium will Berufsschüler besser auf Tätigkeiten in digitalisierten Fabriken vorbereiten und stellt dafür Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro bereit, wie Althusmann ankündigte.

Angehende Erzieher sollen Geld verdienen

Weil und Tonne stellten darüber hinaus in Aussicht, im kommenden Jahr eine Reform der Erzieher-Ausbildung vorzulegen: Angehende Erzieher sollen künftig während der Ausbildung Geld verdienen, anstatt dafür zu bezahlen. Dieses Ziel hatte die Landesregierung bereits zuvor ausgegeben. Im November werde man auf einer Konferenz konkrete Vorschläge diskutieren, sagte Tonne nun.

Althusmann erklärte auch, dass die Gewinnung von Fachkräften im Ausland in der Strategie der Landesregierung künftig noch wichtiger werde. Er begrüßte die Eckpunkte der Bundesregierung für ein Einwanderungsgesetz. Davon unabhängig sollen niedersächsische Firmen bei der Suche nach Spezialisten aus dem Ausland künftig stärker von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt werden. Das gelte besonders in den Bereichen IT, Gesundheit und Pflege. Den Aktionsplan hat die Landesregierung gemeinsam mit zahlreichen Partnern entwickelt, darunter Verbände, Kammern und Gewerkschaften.

Von Christian Wölbert

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