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Wirtschaft EZB flutet die Märkte weiter mit billigem Geld
Nachrichten Wirtschaft EZB flutet die Märkte weiter mit billigem Geld
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14:26 20.07.2017
Der Herr des Geldes: EZB-Chef Mario Draghi will noch nicht an der Zinsschraube drehen. Quelle: dpa
Frankfurt/Main

Gute Nachricht für Aktionäre, schlechte für Sparer: Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den Leitzins im Euroraum weiterhin auf dem Rekordtief von null Prozent und knöpft Geschäftsbanken für das Geldparken nach wie vor 0,4 Prozent Strafzinsen ab. Das freut die Börsen, weil das billige Geld von der EZB dafür sorgen könnte, dass die Wirtschaft europaweit stabilisiert oder sogar in Fahrt gebracht wird. Für Sparer heißt das auf der anderen Seite, dass sie weiterhin nicht damit rechnen können, höhere Zinsen zu bekommen. Auch das ist gut für die Börsen: Denn damit gibt es weiterhin kaum Alternativen zur Investition in Wertpapiere.

Zudem steckt die Notenbank noch bis mindestens Ende Dezember 2017 Monat für Monat 60 Milliarden Euro in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen. Diesen Kurs bekräftigte der EZB-Rat bei seiner Sitzung am Donnerstag in Frankfurt.

Billiges Geld für die Konjunktur

Die Hoffnung war groß, dass Notenbank-Präsident Mario Draghi am Nachmittag zumindest einen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik ankündigen könnte. Anfang Juni hatte die EZB erste vorsichtige Hinweise gegeben: Die Wachstumsrisiken für den Euroraum seien „weitgehend ausgeglichen“ statt „abwärtsgerichtet“, erklärte Draghi vor sechs Wochen. Zudem strich die EZB die Passage zu möglichen weiteren Zinssenkungen.

Mit viel billigem Geld versucht die EZB seit Jahren, der Konjunktur auf die Sprünge zu helfen und die Teuerung anzuheizen. Angestrebt wird Preisstabilität bei einer Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent – weit genug entfernt von der Nullmarke.

Konkrete Schritte im September?

Weil die Zeiten einer Inflationsrate nahe Null vorerst vorbei sind und die Konjunktur im Euroraum wieder besser läuft, wächst der Druck auf die Währungshüter, ihren Anti-Krisen-Kurs zu beenden. Konkrete Schritte erwarten Ökonomen frühestens in der September-Sitzung des EZB-Rates (7.9.). Dann liegen den Währungshütern die neuesten Prognosen der Notenbank zur Entwicklung der Konjunktur und der Teuerungsrate im Euroraum vor.

Von RND/dpa

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