Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wirtschaft Durchschnittlicher Krankenkassen-Zusatzbeitrag steigt 2019 wohl nicht
Nachrichten Wirtschaft Durchschnittlicher Krankenkassen-Zusatzbeitrag steigt 2019 wohl nicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:49 23.09.2018
Gesundheitskarten verschiedener Krankenkassen Quelle: epd
Berlin

„Wir rechnen damit, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2019 stabil bleiben wird”, sagte Doris Pfeiffer, Vorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Über die Höhe ihres Zusatzbeitrages entscheide jede Kasse selbst.

Pfeiffer sagte, im laufenden Jahr hätten bereits 15,3 Millionen Kassenmitglieder von niedrigeren Zusatzbeiträgen profitiert. „Zum 1. Oktober hat eine weitere Kasse eine Entlastung um 0,2 Prozentpunkte angekündigt. Da geht es noch einmal um 1,3 Millionen Mitglieder”, so die GKV-Chefin.

Überlegungen für einen verpflichtenden Abbau von übergroßen Reserven einzelner Kassen weist Pfeiffer zurück. „Ich rate dazu, die Kirche im Dorf zu lassen. Es gibt Rücklagen, das stimmt. Aber im Moment liegen sie im Schnitt bei gut einer Monatsausgabe, nicht höher”, so die GKV-Chefin. „Viele unserer Versicherten sind im Zweifel der Meinung, dass das Geld nicht vorschnell für niedrigere Zusatzbeiträge benutzt werden soll. Wir werden die Mittel brauchen, sollte es konjunkturell einmal schlechter laufen.“

Die Interview-Passage im Wortlaut:

Die Kassen verfügen über gewaltige Finanzpolster – mehr als 20 Milliarden Euro waren es bereits Ende Juni. Wäre jetzt nicht die Zeit für niedrigere Zusatzbeiträge?

Im laufenden Jahr haben bereits 15,3 Millionen Kassenmitglieder von niedrigeren Zusatzbeiträgen profitiert. Zum 1. Oktober hat eine weitere Kasse eine Entlastung um 0,2 Prozentpunkte angekündigt. Da geht es noch einmal um 1,3 Millionen Mitglieder.

Halten Sie weitere Senkungen zum Jahreswechsel für möglich?

Darüber entscheidet jede Kasse selbst. Sie werden sich genau anschauen, für welche Kosten die Reformen sorgen, die jetzt in der Pipeline sind. Veränderungen wird es sicherlich an der einen oder anderen Stelle geben. Dennoch: Wir rechnen damit, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2019 stabil bleiben wird.

Die Pläne von Gesundheitsminister Spahn sehen auch den Abbau übergroßer Rücklagen vor. Was spricht dagegen?

Ich rate dazu, die Kirche im Dorf zu lassen. Es gibt Rücklagen, das stimmt. Aber im Moment liegen sie im Schnitt bei gut einer Monatsausgabe, nicht höher. Viele unserer Versicherten sind im Zweifel der Meinung, dass das Geld nicht vorschnell für niedrigere Zusatzbeiträge benutzt werden soll. Wir werden die Mittel brauchen, sollte es konjunkturell einmal schlechter laufen.

Von RND

Vor der Sitzung des Beirats für die Vergabe der 5G-Mobilfunk-Frequenzen kritisieren Wirtschaftsvertreter die Ausschreibungsbedingungen der Bundesnetzagentur.

24.09.2018

Das ist das Aus für Dieselmotoren bei Porsche. Ab jetzt wolle man sich auf das konzentrieren, was man könne, sagt Vorstand Oliver Blume. Denn das Image von Porsche hat gelitten – auch wenn der Autobauer nie selbst Dieselmotoren entwickelt oder gebaut hat.

23.09.2018

Amazon will seine Bestell-Assistentin Alexa auf immer mehr Geräten etablieren. Das ist eine Gefahr für die Privatsphäre – aber zunehmend auch für Markenartikler, meint unser Kommentator.

21.09.2018