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Wirtschaft Die Bahn in der Zwickmühle
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21:44 25.07.2018
Die Kundenzahlen steigen, verkündete Bahn-Chef Richard Lutz am Mittwoch. Quelle: dpa
Hannover

Man muss der Bahn vieles zugestehen: Sie veröffentlicht ihre Pünktlichkeitswerte im Internet, sie räumt Fehler ein und bemüht sich ernsthaft um eine Trendwende. Doch bislang greifen die Maßnahmen nicht. Im Gegenteil. 2016 kamen nur knapp 79 Prozent aller Fernzüge pünktlich, 2017 waren es etwas weniger und im ersten Halbjahr 2018 noch etwas weniger. Stets fanden die Bahn-Manager gute Ausreden – doch allzu lange darf sich der Bund als Eigentümer damit nicht mehr abfinden. Irgendwann müssen die Bahn-Manager liefern.

Sie verweisen gerne auf die steigende Kundenzahl als Verspätungsgrund. Das aber heißt, dass sie die Entwicklung nicht vorhergesehen haben. Nun wollen sie bis zu 20 Prozent mehr Züge auf denselben Gleisen fahren lassen, indem sie die alten Lichtsignale durch Digitaltechnik ersetzen. Das kann funktionieren – wenn die Bahn die Technik besser in den Griff bekommt als anfangs auf der neuen Strecke zwischen München und Berlin. Hoffen lässt auch das Versprechen, künftig die Vegetation besser zu überwachen, damit Stürme weniger Bäume auf die Gleise werfen. Kaum Entspannung ist bei den Baustellen in Sicht: Bund und Bahn haben so drastisch gespart, dass in den nächsten Jahren wieder mehr gebaut werden muss. Trotzdem kann und muss die Bahn die Pünktlichkeitsquote bald wieder über 80 Prozent bringen.

Schafft sie das nicht, muss man auch andere Steine umdrehen. Zurzeit tanzt die Bahn auf vielen Hochzeiten: Bikesharing, Carsharing, Elektro-Sammeltaxis, autonomes Fahren – kaum ein Mobilitätsthema ist ihr zu weit weg vom Kerngeschäft. Vielleicht sollte sie sich wieder stärker auf Züge konzentrieren.

Von Christian Wölbert

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