Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Geschäftsbericht vorgestellt: „VW ist viel mehr als Krise“

Volkswagen Geschäftsbericht vorgestellt: „VW ist viel mehr als Krise“

Am Donnerstag stellte VW-Chef Matthias Müller im Stammwerk in Wolfsburg den Geschäftsbericht 2015 vor. Der Konzernchef sprach dabei unter anderem auch über die soziale Verantwortung des Konzerns für seine Mitarbeiter und kündigte die Gründung einer Tochterfirma im Zukunftsfeld Mobilitätsdienstleistungen an.

Voriger Artikel
VW steigert Gewinn aus China-Geschäft
Nächster Artikel
VW-Chef Müller entschuldigt sich bei Obama für Diesel-Skandal

Bilanzpressekonferenz der Volkswagen AG im VW Werk in Wolfsburg: (von links) Herbert Diess, Markenvorstand Volkswagen PKW, Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und Christine Hohmann-Dennhardt, Vorstand für Integrität und Recht.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

VW-Chef: Reden nicht mit Apple und Google über Partnerschaften

Volkswagen plant im Zuge der großen Veränderungen in der Autoindustrie keine Zusammenarbeit mit den Internet-Riesen Apple und Google. „Wir unterhalten uns nicht mit Apple und Google“, sagte VW-Chef Matthias Müller am Donnerstag in Wolfsburg. Der Konzern hatte zuvor angekündigt, sich mehr für Partnerschaften und strategische Beteiligungen zu öffnen. „Die Zeiten, in denen unsere Branche sich abgeschottet hat, gehören endgültig der Vergangenheit an“, hatte Müller gesagt. Mit welchen Firmen nun im Einzelnen Partnerschaften geplant sind, wollte der VW-Chef nicht sagen. 

Zu den Zukunftsthemen in der Autobranche zählt die Digitalisierung mit immer mehr Internet im Fahrzeug. Den klassischen Autoherstellern droht in diesem neuen Geschäft auch Konkurrenz von Internet-Riesen wie Apple und Google.

VW-Chef Müller kritisiert öffentliche Debatte über Vorstands-Boni

VW-Konzernchef Matthias Müller hat die öffentlich ausgetragene Debatte über die millionenschweren Vorstands-Boni bei Volkswagen kritisiert. „Ich verstehe die öffentliche Diskussion, ich verstehe nicht, dass die Diskussion in die Öffentlichkeit getragen wurde“, sagte Müller am Donnerstag in Wolfsburg. Der niedersächsische Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) etwa hatte den Vorstand mehrfach öffentlich zu einem Verzicht bei den Bonuszahlungen aufgefordert. Müller sagte aber, es gebe keine Kluft zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. 

VW-Chef: Markenverkäufe derzeit trotz Krise kein Thema

Zur Bewältigung der weltweiten Abgas-Krise schließt VW-Chef Matthias Müller Verkäufe einzelner Konzernmarken derzeit aus. „Zwölf Marken sind keine Schwäche, sondern eine Stärke. Wir befassen uns mit dieser Frage gegenwärtig nicht“, sagte Müller am Donnerstag bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2015 in Wolfsburg auf die Frage eines Journalisten zu Spekulationen über Verkaufsabsichten bei der Truck-Holding mit MAN und Scania. „Ich halte dies für ein Gerücht“, betonte der Manager.

VW will Konzerntochter für Mobilitätdienstleistungen gründen

Der VW-Konzern will das Tempo im Zukunftsfeld Mobilitätsdienstleistungen erhöhen und dafür eine eigene Tochterfirma gründen. Es solle „in Kürze ein rechtlich eigenständiges, konzernübergreifendes Unternehmen“ entstehen, kündigte Volkswagen-Chef Matthias Müller am Donnerstag in Wolfsburg an. Unter Mobilitätsdienstleistungen verstehen Autokonzerne meist das Geschäft rund ums Auto, zum Beispiel mit speziellen Smartphone-Apps oder Carsharing-Angeboten. Bei VW soll dieser Bereich bis 2025 einen „substanziellen Teil“ des Umsatzes ausmachen. 

VW will sich außerdem mehr für Partnerschaften und strategische Beteiligungen öffnen. „Die Zeiten, in denen unsere Branche sich abgeschottet hat, gehören endgültig der Vergangenheit an“, sagte Müller. „Berührungsängste, Alleingänge oder die Illusion, alles besser zu wissen und zu können, werden nicht ans Ziel führen.

VW-Konzernchef Müller: Ziehen den Golf im Rückruf nun vor

Angesichts massiver Probleme beim Abgas-Rückruf des VW-Passat gibt Volkswagen nun wie erwartet dem Golf den Vorzug. „Die Entscheidung ist heute Morgen gefallen“, sagte VW-Konzernchef Matthias Müller am Donnerstag in Wolfsburg mit Blick auf eine Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).

Die VW-Limousine Passat hätte mit ersten Modellvarianten bereits von Ende Februar an bei dem Abgas-Rückruf für ein Software-Update in die Werkstätten gesollt. Doch es gab langwierige Verzögerungen und hartnäckige Probleme, weil einige Werte - anders als zugesagt - mit dem Werkstatt-Update schlechter ausgefallen wären als zuvor. Welche Varianten vom Golf nun den Vorzug bekommen ist bisher ebenso unbekannt wie der Starttermin. 

Volkswagens soziale Verantwortung

„Wir stehen auch in harten Zeiten zu unserer sozialen Verantwortung für die Mitarbeiter. Das unterscheidet Volkswagen von manch anderem Unternehmen. Und das wird auch in Zukunft so bleiben“s so VW-Chef Matthias Müller am Donnerstag bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2015 in Wolfsburg.

VW-Chef Müller zum Auto der Zukunft

„Das Auto der Zukunft ist effizienter, intelligenter, komfortabler und sicherer als jemals zuvor. Es fährt elektrisch und in einigen Jahren auch autonom.“ 

VW wird künftig weniger Geld investieren

Die Umsetzung der neuen Strategie des VW-Konzerns wird nach Ansicht von Finanzvorstand Frank Witter Konsequenzen für die Investitionen des Konzerns haben. „Hierbei werden wir gegenläufige Aspekte berücksichtigen müssen: Wir sehen einen steigenden Bedarf in Investitionen in neue Antriebs- und Mobilitätskonzepte, Urbanisierung und Digitalisierung. Gleichzeitig sehen wir aber auch die Notwendigkeit, die Investitionen nicht nur absolut, sondern auch im Verhältnis zum Umsatz zu senken“, sagte Witter am Donnerstag bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2015 in Wolfsburg. Zur Kompensation müssten mögliche Synergien zwischen den zwölf Marken des Konzerns „noch besser“ genutzt werden.

VW veranschlagt fast 2 Milliarden Euro für Umweltprojekte in USA

Im Ringen um eine Einigung mit den US-Behörden rechnet der VW-Konzern mit Milliardenkosten für „grüne“ Projekte in den Vereinigten Staaten. Dafür veranschlagt Volkswagen bisher rund 1,8 Milliarden Euro. Bei dem Budget gehe es um „mögliche Investitionen in Umweltprojekte und die Elektromobilität“, heißt es in dem am Donnerstag vorgelegten Geschäftsbericht. Allerdings schränkt der Konzern ein: „Inhalt sowie zeitliche Verteilung der Investitionen sind derzeit noch unbestimmt.“  

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass VW in den USA Geld in ein Stromtankstellennetz für die E-Mobilität stecken könnte. Die Wolfsburger kämpfen derzeit für einen Kompromiss mit Klägern und Aufsehern in den USA, wo der Abgas-Skandal begann und Milliardenkosten für mögliche Strafen und Schadenersatz drohen. 

Rabatt-Aktionen drücken Rendite bei VW-Kernmarke unter zwei Prozent

Hohe Kosten für Werbeaktionen infolge des Abgas-Skandals haben die ohnehin renditeschwache VW-Kernmarke Ertragskraft gekostet. Neben der Marktschwäche in Brasilien und Russland konnte die Marke mit Modellen wie dem Golf und dem Passat negative Einflüsse aus „marktbezogenen Fördermaßnahmen infolge der Abgasthematik“ nicht ausgleichen. Das schreibt der VW-Konzern in seinem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht.  VW hatte mit Rabatten und Verkaufsaktionen versucht, den Absatz nach dem Skandal zu stützen. Die Zahl der Auslieferungen der Marke sank 2015 dennoch um knapp 5 Prozent. Dabei blieben lediglich 1,98 Prozent vom Umsatz als operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern übrig. Damit sank die Rendite gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte. Während der Umsatz der VW-Hauptmarke um 6,5 Prozent auf gut 106 Milliarden Euro wuchs, schrumpfte das operative Ergebnis um mehr als 15 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro.

VW-Aufsichtsräte verdienen wegen Dividendenausfall praktisch nichts

Die Vergütung für die Aufsichtsräte des VW-Konzerns ist wegen des Diesel-Skandals eingebrochen. Nach mehr als 12 Millionen Euro für 2014 sank der Gesamtbetrag für die Kontrolleure 2015 auf 697 000 Euro - ein Rückgang um etwa 94 Prozent. Hintergrund ist die Mini-Dividende, die Volkswagen für 2015 zahlen will. An der Höhe der Ausschüttung an die Aktionäre hängt das Aufsichtsratssalär.

VW-Chef Müller bedauert technische Probleme beim Diesel-Rückruf

VW-Konzernchef Matthias Müller hat sich für die Verzögerungen und Probleme beim Rückruf der manipulierten Diesel in Deutschland entschuldigt. „Wir sind damit noch nicht so weit, wie wir es gerne wären“, sagte Müller am Donnerstag in Wolfsburg bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2015. Nach dem geplanten Start im Januar mit dem Pickup Amarok habe sich das weitere Ausrollen des Planes bei dem Volumenmodell Passat „unerwartet verzögert“. Deshalb könne möglicherweise ein anderes Modell vorgezogen werden. „Die Entscheidung darüber wird in Kürze in enger Absprache mit dem Kraftfahrtbundesamt getroffen“, sagte Müller. VW muss wegen des Abgas-Skandals alleine in Deutschland rund 2,5 Millionen Dieselfahrzeuge umrüsten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt
DAX
Chart
DAX 10.386,50 -2,26%
TecDAX 1.779,50 -1,26%
EUR/USD 1,1256 +0,24%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 21,01 -0,32%
BEIERSDORF 83,61 -0,53%
E.ON 6,37 -0,93%
DT. BANK 10,52 -7,27%
ALLIANZ 132,39 -2,74%
MERCK 95,21 -2,52%

Wertpapiersuche

PAZ E-Paper-App

Die Peiner Allgemeine Zeitung für Tablets und Smartphones

Probeabo

Zwei Wochen lang täglich kostenlos die PAZ lesen

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
AXA IM Fixed Incom RF 211,35%
Bakersteel Global AF 155,39%
Crocodile Capital MF 129,14%
Stabilitas PACIFIC AF 128,12%
Morgan Stanley Inv AF 120,36%

mehr