Seit sich GM Anfang des Monats entschieden hatte, Opel doch zu behalten und nicht an ein Konsortium um den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna zu verkaufen, hatte es immer wieder Gerüchte über eine Schließung des Werks Eisenach gegeben. Eisenach sei ein sehr effizienter Standort und daher wichtig, erklärte Reilly am Opel-Stammsitz im hessischen Rüsselsheim. Für Opel sei es daher wichtig, die großen Ressourcen des Standortes langfristig auszuschöpfen. 2012 soll das Werk laut Reilly wieder voll ausgelastet sein. Ministerpräsidentin Lieberknecht begrüßte die Entscheidung.
Auf den konkreten Sanierungsplan von GM für Opel müssen sowohl die Öffentlichkeit als auch die Opelaner allerdings wohl noch etwas warten. Die Maßnahmen wird GM nach Aussage Reillys erst in der kommenden Woche veröffentlichen. Anschließend würden sich Bundes- und Landesregierungen zusammensetzen und über mögliche Finanzhilfen für Opel beraten, sagte Lieberknecht.
GM hat für die kommenden beiden Jahre einen Finanzbedarf von 3,3 Milliarden Euro angemeldet und setzt dabei auch auf Staatshilfen. Die Politik pocht darauf, die Details der dringend notwendigen Restrukturierung zu kennen, bevor über mögliche Subventionen entschieden wird.
Unterdessen hat die Deutsche Presse-Agentur aus Unternehmenskreisen von der Zahl der wegfallenden Stellen erfahren. Von den geplanten 5300 Stellenstreichungen entfallen 2400 auf Rüsselsheim, 2300 auf Bochum und jeweils 300 Arbeitsplätze auf die Werke in Eisenach und Kaiserslautern.
ddp/dpa