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Banken-Stresstest

Europas Banken im Stress: Sieben scheitern im Test

Beim europaweiten Banken-Stresstest sind sieben Institute durchgefallen. Das teilte der Zusammenschluss der europäischen Bankenaufseher (CEBS) am Freitag in London mit. Unter den gescheiterten Geldhäusern sind neben der deutschen Hypo Real Estate fünf spanische Sparkassen.

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© dpa

Bei dem siebten Problemkandidaten handelt es sich um die griechische ATEBank. Die vier getesteten französischen Banken bestanden die Prüfung hingegen. Auch alle italienischen Institute, darunter die Hypovereinsbank-Mutter Unicredit, waren erfolgreich. Getestet wurden 91 europäische Institute, darunter 14 deutsche. Die Stresstests sollten die Widerstandsfähigkeit von Banken gegen mögliche weitere Krisen der Konjunktur und der Finanzbranche überprüfen.

Die deutschen Bankenaufseher waren erleichtert über das Testergebnis. Bundesbankvorstand Franz-Christoph Zeitler und sein Kollege von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio, bescheinigten den deutschen Kreditinstituten, dass sie widerstandsfähig seien. Das Ergebnis des Stresstests sei vertrauensbildend, sagte Zeitler. Nur die Münchener HRE ist durchgefallen. Ihre Kernkapitalquote – der Eigenkapitalanteil, der nach einer Krise übrig bleiben würde – würde unter die geforderten sechs Prozent rutschen, wenn die von der europäischen Aufsichtsbehörde CEBS vorgegebenen Umfeldbedingungen – ein starker Konjunktureinbruch sowie ein kräftiger Wertverlust bei Staatsanleihen – eintreten würden. Sanio betonte, die Probleme der HRE seien bekannt, sie befinde sich in Staatsbesitz, und der Test stelle letztlich nur eine theoretische Annahme dar.

Eine wesentliche Ursache für das robuste Abschneiden der deutschen Banken sei die Stärkung der Kapitalausstattung seit 2008, betonte Zeitler. Die deutschen Institute hätten ihre Bilanzen bereinigt und ihr Eigenkapital durch Eigentümer, öffentliche Träger oder staatliche Stellen gestärkt. Die Kernkapitalquote sei seit Anfang 2008 von neun auf 10,8 Prozent gestiegen.Zeitler betonte, die vorgegebenen Szenarien seien anspruchsvoller gewesen als beim Stresstest für amerikanische Banken 2009. Die Kritik, dass der Stresstest im Vorfeld „weichgespült“ worden sei, treffe absolut nicht zu, betonte Sanio zudem.

Insgesamt würden die 14 deutschen Banken in der simulierten Krise sechs bis elf Milliarden Euro ihres 150 Milliarden Euro umfassenden Eigenkapitals verlieren. Am solidesten erwiesen sich bei den Modellrechnungen die Deutsche Bank und die Landesbank Berlin, die auch im härtesten Krisenmodell noch eine Kapitalquote von rund zehn Prozent ausweisen würden. Die Postbank käme auf 6,6 Prozent. Im Durchschnitt würden die getesteten 14 Banken, die rund 60 Prozent der Bilanzsumme der deutschen Kreditwirtschaft vereinen, deutlich über acht Prozent liegen. Sollte die Wirtschaft in Europa wie erwartet in diesem und im kommenden Jahr leicht wachsen, würde die Kapitalausstattung sogar bei knapp elf Prozent liegen – deutlich über den Werten von Ende 2009.

Klaus Dieter Oehler


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