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Wirtschaft Deutsche See verklagt Volkswagen
Nachrichten Wirtschaft Deutsche See verklagt Volkswagen
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15:58 14.07.2017
Der Fischverarbeiter Deutsche See hat 2010 seine gesamte Flotte auf VW-Modelle umgestellt. Quelle: dpa
Braunschweig

Die Klage des Fischverarbeiters Deutsche See gegen Volkswagen wird seit Freitag vor dem Landgericht Braunschweig verhandelt. Das mittelständische Unternehmen verlangt nach dem Diesel-Skandal knapp 12 Millionen Euro Schadensersatz von dem Autobauer. Die Klage wurde schon im Februar eingereicht.

Mit dem Prozessauftakt sei man sehr zufrieden, sagte der Geschäftsführer Egbert Miebach. „Uns war von Anfang an klar, dass es ein David-gegen-Goliath-Prozess wird und trotzdem sind wir unseren definierten Zielen ein großes Stück nähergekommen.“ Eine Sprecherin des Landgerichts Braunschweig teilte währenddessen mit, die Deutsche See habe in dem Prozess einen schweren Stand. In der mehr als zweistündigen Verhandlung am Freitag habe Richter Pedro Serra de Oliveira erkennen lassen, dass er wenig Hoffnung auf Erfolg für die Ansprüche des Fischverarbeiters sehe, teilte sie mit.

Flotte mit 500 Fahrzeugen auf VW-Modelle umgestellt

Deutsche See hatte 2010 ihre gesamte Flotte von rund 500 Fahrzeugen auf VW-Modelle umgestellt. Ausschlaggebend sei der Nachhaltigkeitsgedanke gewesen. In der Klageschrift heißt es: „In den Jahren 2009/2010 hatte Deutsche See den Entschluss gefasst, den gesamten Nutzfahrzeug- und PKW-Bereich auf eine ganzheitliche, schadstoffarme sowie elektroangetriebene Flotte umzustellen. Nach mehreren Gesprächen hierüber hatte der Volkswagenkonzern Deutsche See nicht nur versichert, eine Flotte, die diesen Zielen entspricht, liefern zu können, sondern es wurde auch besprochen und vereinbart, dass beide Unternehmen zusammen die umweltfreundliche und zukunftsweisende Mobilität weiter entwickeln wollen.“

„Gegen den Geist der gemeinsamen Vereinbarung verstoßen“

Nach dem Abgas-Skandal fühlt sich die Firma mit Sitz in Bremerhaven getäuscht. Man sei über den Einsatz der Abschaltvorrichtung nicht aufgeklärt worden – damit habe VW gegen „den Geist der gemeinsamen Vereinbarung verstoßen.“ Der Abschaltmechanismus bewirkt, dass VW-Diesel Fahrzeuge auf dem Prüfstand wesentlich weniger Abgase ausstoßen als im realen Fahrbetrieb.

Von RND/dpa/ang

Der Autokonzern hält an seiner Position fest: Das Unternehmen habe sich im Abgas-Skandal um Dieselmotoren nichts zu Schulden kommen lassen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sieht das allerdings anders. Die Behörde will die Fahrzeuge des Herstellers genauer unter die Lupe nehmen.

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