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Nachrichten Wirtschaft Deutsche Exporteure legen im ersten Halbjahr zu
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21:48 08.08.2017
Neuwagen von Mercedes-Benz stehen einem Autoterminal in Bremerhaven. Quelle: dpa
Wiesbaden

Die Erholung der Weltkonjunktur treibt Deutschlands Exportwirtschaft kräftig an. Trotz eines Schwächeanfalls im Juni lieferten die Unternehmen in den ersten sechs Monaten Waren im Gesamtwert von 638,4 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren 6,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Im ersten Halbjahr 2016 war das Plus noch deutlich geringer ausgefallen.

„Der deutsche Außenhandel hat im ersten Halbjahr trotz der vielen protektionistischen Tendenzen weltweit stark abgeschlossen“, erklärte Anton Börner, Präsident des Branchenverbandes BGA. „Den negativen Vormonatsvergleich halten wir dabei für vernachlässigbar“.

Gegenüber dem starken Vormonat sanken die Exporte im Juni saisonbereinigt um 2,8 Prozent. Im Jahresvergleich gab es aber immer noch ein Plus von 0,7 Prozent auf 107,2 Milliarden Euro. Auch die Importe schwächelten im Juni. In den ersten sechs Monaten legten die Einfuhren aber um 9,2 Prozent auf 516,0 Milliarden Euro zu und damit stärker als die Exporte

Ausschlaggebend für den Juni-Dämpfer bei den Ausfuhren war ein schwacher Handel mit Staaten außerhalb der EU, zu denen auch die USA zählen. Genaue Daten zu einzelnen Ländern liegen allerdings erst in einigen Wochen vor.

Deutschlands Exportstärke sorgt vor allem bei US-Präsident Donald Trump immer wieder für Kritik. Europas größte Volkswirtschaft führt generell mehr aus als sie einführt. Für Juni ergab sich insgesamt ein Überschuss in der deutschen Handelsbilanz von 22,3 Milliarden Euro.

Trump, der Freihandel skeptisch gegenübersteht, sieht eine Benachteiligung seines Landes, weil er die importierten Waren lieber in den USA durch amerikanische Unternehmen und Arbeiter hergestellt sähe.

Von RND/dpa

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