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00:52 28.04.2018
Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin lockt viele Besucher an. Quelle: imago/Stefan Zeitz
Berlin

 Die Bundesregierung  will die militärische Zusammenarbeit in Europa weiter vertiefen. „Wir beschaffen gemeinsam Luftfahrzeuge, wir bilden gemeinsame Staffeln, wir führen gemeinsame Auslandsmissionen durch“, sagte Bundeskanzlerin Merkel am Mittwoch zum Auftakt der Luftfahrtmesse ILA in Schönefeld bei Berlin mit Blick auf die Partnerschaft mit Frankreich. „Daher ist es nur konsequent, wenn wir auch Ausbildung und Betrieb gemeinsam gestalten.“ Die französisch-deutsche Partnerschaft beflügele immer auch die europäische Kooperation.

Die ILA findet alle zwei Jahre statt, sie ist die älteste Luftfahrtmesse der Welt und neben Le Bourget bei Paris und Farnborough bei London eines der drei großen Branchentreffen in Europa. Auf dem 250.000 Quadratmeter umfassenden Ausstellungsgelände bei Selchow direkt an der Südbahn des künftigen Hauptstadt-Flughafens BER werden bis Sonntag mehr als 150.000 Besucher erwartet. Rund 1100 Aussteller aus 41 Ländern sind vertreten, darunter Airbus, Boeing und der weltweit bedeutendste Rüstungsproduzent Lockheed Martin aus den USA. Mit Abstand größter Aussteller ist die Bundeswehr.

Doch die Branche profitiert vor allem vom Wachstum des zivilen Luftverkehrs.  Im vergangenen Jahr haben Fluggesellschaften weltweit mit 4,1 Milliarden so viele Passagiere transportiert wie nie zuvor, im Vergleich zu 2016 war das ein Zuwachs von gut 7 Prozent. Besonders stark wachse der Markt in Asien, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Klaus Richter. „Eine Menge Flughäfen eröffnen dort und viele Menschen verdienen dort mehr Geld.“ Damit könnten sie sich das Fliegen leisten.

Davon profitiert auch die Industrie in Deutschland: Flugzeugbauer und Zulieferer konnten im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 8 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro steigern, weil laut BDLI die Airlines immer mehr Maschinen brauchen und zunehmend alte Modelle gegen leisere und sparsamere austauschen.

Zwar gebe es in der zivilen Luftfahrt, die hierzulande 76.500 Beschäftigte hat und 2017 um 8 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro zulegte, einige Probleme mit dem Airbus-Großraumflugzeug A380, der sich viel schlechter verkauft als einst erhofft. Aber dafür liefen kleinere Jets wie die A320, A330 und A350 sehr gut. 

 Weltweit wurden im vergangenen Jahr 1800 Flugzeuge ausgeliefert – in jedem steckten Teile aus Deutschland. „Dank des berühmten deutschen Mittelstands haben wir so eine starke Position“, sagte Richter. Jedes sechste neue Flugzeug sei bei Airbus in Hamburg endmontiert worden, der europäische Flugzeugbauer habe Aufträge für neun Jahre: „Das sichert langfristig Arbeitsplätze.“ 

 Der Umsatz der gesamten Branche in Deutschland stieg um 6 Prozent und erreichte erstmals 40 Milliarden Euro, weil auch die Raumfahrt- und Rüstungsparten zulegten. Bei der militärischen Luftfahrt habe es im Vorjahr eine Trendwende gegeben, die der Verband nun bestätigt sieht: „Dies ist eine Folge der sich verändernden sicherheitspolitischen Lage weltweit“, sagte Richter. Mit 109.500 Beschäftigten arbeiten in der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie so viele Menschen wie nie zuvor. 

Von Ronald Bahlburg und Thomas Wüpper

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