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19:28 21.11.2018
Bei der Batteriezellenproduktion ist Deutschland abgehängt. Foto: dpa
Hannover

Massig Steuergeld für eine deutsche Batteriezellfertigung? Nein danke, sagt Continental-Chef Elmar Degenhart. Er will lieber abwarten. Und das, obwohl kaum ein deutscher Konzern bessere Chancen hätte, im Milliardenmarkt mit Energiespeichern für E-Autos mitzumischen. Degenharts klare Worte dürften in Berlin nicht gut ankommen.

Der Conti-Chef hat allerdings vollkommen Recht. Ein Einstieg in die Zellfertigung zum jetzigen Zeitpunkt bedeutet ziemlich sicher Harakiri. Der Vorsprung von Samsung und Co. ist riesig. Deutsche Forscher und Firmen haben sich jahrzehntelang kaum mit Akkus beschäftigt. Und die Bundesregierung hat das zu spät gemerkt.

Schon der erste Aufholversuch scheiterte kläglich. Ein Gemeinschaftsunternehmen von Daimler und Evonik produzierte in Kamenz viel zu teure Zellen, die Montagelinien kamen 2015 unter den Hammer. Mittlerweile ist der Vorsprung der Asiaten noch größer – allein durch die höheren Stückzahlen. Hinzu kommt: Conti muss als börsennotiertes Unternehmen seine Investitionen besonders schnell wieder hereinspielen. Konkurrent Bosch, der einer Stiftung gehört, könnte sich eine längere Durststrecke leisten. Doch selbst den Stuttgartern ist das Vorhaben zu riskant.

Subventionen ändern daran wenig. Die deutsche Solarindustrie wurde ebenfalls gefördert, sie produzierte erstklassige Technik – und hatte trotzdem keine Chance gegen billigere Konkurrenten. Der deutschen Autoindustrie bleibt nur die vage Hoffnung auf eine neue Akkutechnik. Sie sollte sich diese Chance, wann immer sie sich ergibt, nicht entgehen lassen.

Von Christian Wölbert

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