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Wirtschaft Ärger für die Deutsche Bank: Hamburger Privatbank klagt wegen„Cum-Ex“-Geschäften
Nachrichten Wirtschaft Ärger für die Deutsche Bank: Hamburger Privatbank klagt wegen„Cum-Ex“-Geschäften
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10:10 10.01.2019
Eine Hamburger Privatbank klagt im Cum-Ex-Fall gegen die Deutsche Bank. Quelle: Andrea Warnecke/dpa
Hamburg

Neuer Ärger für die Deutsche Bank wegen umstrittener „Cum-Ex“-Aktiengeschäfte: Die Hamburger Privatbank Warburg verklagt das größte deutsche Geldhaus auf Schadenersatz für Steuernachzahlungen in Millionenhöhe und will sich gegen mögliche weitere Forderungen des Fiskus wappnen. Das teilte Warburg am Donnerstag mit.

Zuvor hatten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR über die Klage berichtet, die den Angaben zufolge im Dezember beim Landgericht Frankfurt eingereicht wurde. Demnach wirft Warburg der Deutschen Bank vor, bei den Aktiengeschäften jahrelang „pflichtwidrig“ unterlassen zu haben, fällige Steuern einzubehalten und an die Finanzämter abzuführen. Bei Warburg sei so ohne eigenes Zutun und Wissen eine Steuerschuld entstanden. Die Deutsche Bank war als Depotbank tätig.

Staat über Jahre um Milliardensummen geprellt

Bei den umstrittenen Aktiengeschäften nutzten Investoren eine Lücke im Gesetz, um den Staat über Jahre um Milliardensummen an Steuern zu prellen: Rund um den Dividendenstichtag wurden Aktien mit („cum“) und ohne („ex“) Ausschüttungsanspruch rasch zwischen mehreren Beteiligten hin- und hergeschoben. Am Ende war dem Fiskus nicht mehr klar, wem die Papiere überhaupt gehörten.

Die Folge: Finanzämter erstatteten Kapitalertragsteuern, die gar nicht gezahlt worden waren. Europaweit soll sich der Schaden auf mehr als 55 Milliarden Euro belaufen. In Deutschland schloss der Staat das Steuerschlupfloch im Jahr 2012.

Der Deutschen Bank liegt die Klageschrift nach Angaben eines Sprechers des Frankfurter Dax-Konzerns bislang nicht vor: „Zu einer etwaigen Klage der Warburg gegen die Deutsche Bank im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften von Warburg können wir uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äußern, da uns eine solche Klage bisher nicht zugestellt wurde.“

Lesen Sie auch: Nach „Cum-Ex“ kommt nun „Cum-Fake“

Von RND/dpa/lf

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