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Wirtschaft Bekommen Sparkassen-Vorstände zu üppige Renten?
Nachrichten Wirtschaft Bekommen Sparkassen-Vorstände zu üppige Renten?
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00:15 11.03.2017
Von Albrecht Scheuermann
„Beschäftigte tragen die alleinige Last“: Viele Sparkassen streichen derzeit Jobs und schließen Filialen.   Quelle: Julian Stratenschulte
Hannover

Die Gewerkschaft Verdi hält die Altersversorgung der Sparkassen-Vorstände in Niedersachsen für überhöht - und fordert Einschnitte. Die Versorgung der Manager passe nicht mehr zu der Entwicklung der Branche, die durch Personalabbau und Filialschließungen gekennzeichnet sei. Bisher trügen allein die Beschäftigten die Lasten der Unternehmenspolitik der Sparkassen. „Wir sind nun an einem Punkt, an dem auch die Vorstände ihren Gürtel enger schnallen müssen“, sagte Markus Westermann, der bei der Gewerkschaft den Fachbereich Finanzdienstleistungen in Niedersachsen und Bremen leitet.

Geregelt ist die Versorgung der Führungskräfte in der Niedersächsischen Sparkassen-Vorstands-Versorgungsordnung des hiesigen Sparkassenverbandes. Es handelt sich zwar nur um eine Empfehlung - aber die Institute halten sich in der Regel daran. Für Sparkassen-Vorstände gilt demnach eine ähnliche Regelung wie für Beamte. Sie haben bereits nach fünf Jahren Vorstandstätigkeit einen Anspruch auf ein Ruhegehalt beziehungsweise Übergangsruhegehalt.

Hohe Beträge nach kurzer Zeit

Es beginnt mit 25 Prozent der vorherigen Vergütung und klettert mit jedem Dienstjahr. Nach zehn Jahren sind es zum Beispiel 30 Prozent, nach 20 Jahren 45 Prozent. Ein Sparkassen-Vorstand mit einem Jahresgehalt von 300 000 Euro bekommt also, wenn er schon nach fünf Jahren ausscheidet, eine monatliche Pension von 6250 Euro überwiesen - selbst wenn er noch weit vom Rentenalter entfernt ist.

Eine „so gute Versorgung“ und ein „intransparentes Vergütungssystem“ passten nicht mehr in die Zeit, meint die Gewerkschaft Verdi. Fachbereichsleiter Westermann verweist zur Begründung auch auf die Bestrebungen der Arbeitgeber, die Zusatzversorgung für die Sparkassen-Mitarbeiter einzuschränken.

Als Vorbild für eine Änderung der Vorstandsversorgung könnte nach Ansicht von Verdi die Regelung des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes dienen. Dort soll den Vorständen ausschließlich ein am Jahresfestgehalt bemessener Zuschuss gezahlt werden. Die Gewerkschaft fordert die Verbandsversammlung des Niedersächsischen Sparkassenverbandes auf, die hier übliche Regelung zu überarbeiten.

Der Verbandsvorsitzende Klaus Wiswe, im Hauptberuf Landrat in Celle, äußert „grundsätzliche Sympathie“ für die Forderung. Allerdings müsse man die finanziellen Bedingungen so gestalten, dass die Sparkassen weiterhin gute Leute für die Führungsposten fänden. Bei einer entsprechenden Entlohnung könnten sich Spitzenverdiener selbst um ihre Altersversorgung kümmern.

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