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Nachrichten Wirtschaft Bank of England erwartet sanften Brexit
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16:37 11.05.2017
Bank of England in London. Quelle: imago
London 

Der Leitzins bleibe weiterhin auf dem historischen Tief von 0,25 Prozent, teilte die Bank of England (BoE) am Donnerstag in London mit. Die Währungshüter stellten unterdessen eine mögliche künftige Straffung in Aussicht. Zum Brexit-Verfahren äußerte sich Notenbankchef Mark Carney zuversichtlich.

BoE rechnet mit Einigung mit der EU

Die Notenbank gehe von einem sanften Brexit mit einer Einigung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union sowie einer Übergangsphase aus, sagte Carney in London im Anschluss an die Zinsentscheidung. Man habe keine alternativen Prognosen für einen ungeordneten Brexit ohne Einigung erstellt.

Kurz vor den vorgezogenen Parlamentswahlen am 8. Juni galt eine Veränderung des geldpolitischen Kurses als sehr unwahrscheinlich. Das britische Pfund fiel nach der Entscheidung auf ein Tagestief von 1,2873 US-Dollar.

Auf das derzeitige Niveau hatte die Notenbank ihren Leitzins kurz nach dem Brexit-Votum vom Juni 2016 reduziert. Ausschlaggebend waren Sorgen um die britische Wirtschaft, die das Votum jedoch bislang besser verkraftet hat erwartet. Zuletzt gab es allerdings Zeichen der Schwäche.

Britische Notenbank steht vor einem Dilemma

Die britische Notenbank steht vor einem Dilemma. Einerseits hat sie ein Interesse daran, die lockere Geldpolitik auch in Zukunft unverändert fortzusetzen, um die britische Wirtschaft vor möglichen negativen Folgen des anstehenden Brexits zu schützen.

Andererseits ist die Inflation inzwischen auf 2,3 Prozent gestiegen. Mit einer strafferen Geldpolitik können Notenbanken grundsätzlich gegen eine zu starke Inflation ankämpfen.

Von RND/dpa