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Wirtschaft Umweltschützer kritisieren niedersächsische Agrarpolitik
Nachrichten Wirtschaft Umweltschützer kritisieren niedersächsische Agrarpolitik
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18:11 09.01.2019
Schweinehaltung: Die Organisation BUND fordert Niedersachsen auf, Tierbestände abzubauen Quelle: dpa
Hannover

Die Umweltschutzorganisation BUND kritisiert die Agrarpolitik der Landesregierung. Niedersachsen sei Nachzügler beim Ökolandbau, unterstütze kleine und mittlere Betriebe nicht genug und unternehme zu wenig gegen die Schadstoffbelastung durch Massentierhaltung, sagte der Agrarexperte des Verbands, Tilman Uhlenhaut.

Laut dem am Mittwoch vorgestellten „Agrar-Atlas“ des BUND und der Heinrich-Böll-Stiftung werden nur 3,9 Prozent der Landwirtschaftsfläche in Niedersachsen ökologisch bewirtschaftet. Damit sei das Land das Schlusslicht in Deutschland, sagte Uhlenhaut. „Die Ursachen für Insektensterben und belastete Gewässer sind erkannt, nun müssen Gegenmaßnahmen erfolgen.“

Er kritisierte außerdem das aktuelle System der EU-Subventionen als unfair. Große Unternehmen würden bevorzugt, kleine und mittlere benachteiligt. Allein in Niedersachsen hätten deshalb in den vergangenen acht Jahren über 4700 Betriebe aufgegeben. „Das widerspricht vollends dem Ziel Niedersachsens, landwirtschaftliche Betriebe zu stärken.“

Darüber hinaus prangert die Organisation die Massentierhaltung an, insbesondere in den westlichen Landkreisen. Die Landesregierung müsse Tierbestände abbauen. „Immer noch werden fast 70.000 Tonnen Stickstoff und 30.000 Tonnen Phosphor zu viel in Niedersachsen mit Gülle und Gärresten erzeugt“, sagte Uhlenhaut. Der Überschuss lande im Grundwasser, in Flüssen und im Meer.

Das Landwirtschaftsministerium bestätigte „hohen Handlungsbedarf“ aufgrund der Stickstoff- und Phosphat-Überschüsse. „Die Landesregierung stellt sich seit Regierungsantritt dieser Verantwortung“, sagte eine Sprecherin. Man wolle die Qualität des Grund- und Oberflächenwassers verbessern, unter anderem durch neue Regeln für die Düngung.

Beim Öko-Landbau habe man schon große Fortschritte erzielt, betonte die Sprecherin. Allein 2017 sei die Fläche um 14,6 Prozent gewachsen, die Zahl der Betriebe um rund 150 auf 1800. Mit dieser Entwicklung liege Niedersachsen im bundesweiten Vergleich in der Spitzengruppe. „Im Laufe des Jahres 2018 haben nach den derzeit vorliegenden Zahlen weitere 200 Landwirte mit einer Fläche von mehr als 10.000 Hektar auf den ökologischen Landbau umgestellt“, sagte die Sprecherin.

Von Christian Wölbert

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