Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wirtschaft Apple vom Kundenansturm auf iPhone X überrumpelt
Nachrichten Wirtschaft Apple vom Kundenansturm auf iPhone X überrumpelt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:46 27.10.2017
Im September stellte Apple das iPhone X im Steve Jobs Theater in Cupertino vor. Quelle: dpa
Anzeige
Cupertino

Apple hat bei seinem bisher teuersten iPhone-Modell mit einem enormen Kundenansturm zu kämpfen. Rund eineinhalb Stunden nach dem Start der Vorbestellungen für das neue iPhone X rutschte die Wartezeit am Freitag auf fünf bis sechs Wochen. Dabei blieb es dann allerdings auch. In Deutschland stürzte unter der Last der Anfragen das System für die Bearbeitung von Ratenzahlungen im Apple Store ab.

Apple ließ am Freitag zunächst viele seiner Kunden auf den Start der Vorbestellungen warten. Die Website wurde für zahlreiche Interessenten erst rund zehn Minuten nach der angekündigten Zeit 9.01 Uhr freigeschaltet. Die Lieferzeit sprang sofort auf zwei bis drei Wochen hoch. Damit konnten nur wenige Kunden einen Auslieferungstermin zum Marktstart am 3. November ergattern. Bei der Handelsplattform Ebay tauchten schnell Weiterverkaufs-Angebote mit saftigen Preisaufschlägen auf. So wurden für das bei Apple 1319 Euro teure Modell mit 256 Gigabyte Speicher bis zu 4990 Euro angefragt.

Wichtiges Indiz für Weihnachtsgeschäft

Branchenbeobachter und Börsianer erhoffen sich von der Entwicklung der Lieferzeiten im Tagesverlauf Hinweise darauf, wie viele der neuartigen Geräte der Konzern ins wichtige Weihnachtsgeschäft bringen kann. Nach Schätzungen des Analysten Ming-Chi Kuo von KGI Securities könnte Apple bis Weihnachten nur 20 bis 30 Millionen Geräte des iPhone X auf den Markt werfen und zum Verkaufsstart nur um die drei Millionen verfügbar haben.

Das Weihnachtsgeschäft mit frischen iPhone-Modellen ist für den Konzern traditionell die lukrativste Zeit. Vor einem Jahr machte Apple in dem Quartal einen Rekordumsatz von 78,4 Milliarden Dollar und machte dabei einen Gewinn von 17,9 Milliarden Dollar. Insgesamt wurden 78,3 Millionen iPhones gekauft. Die Telefone machten damit in diesem recht typischen Weihnachtsquartal über zwei Drittel des gesamten Apple-Geschäfts aus.

In diesem Jahr läuft jedoch einiges anders: Apple stellte die neuen iPhones zwar wie gewohnt im September vor. Aber in den Handel kam zunächst nur das iPhone 8, das in seinen zwei Größen bei zahlreichen Neuerungen im Inneren das seit 2014 kaum veränderte Design behielt. Marktbeobachtern zufolge sind die Verkäufe nur mäßig, weil viele Apple-Enthusiasten auf das iPhone X warten.

Engpässe bei Sensoren verzögern Produktion

Das iPhone X ist mit einem Startpreis von 1149 Euro in Europa und 999 Dollar vor Steuern in den USA das teuerste, das Apple bisher auf den Markt gebracht hat. Investoren erwarten dadurch höhere Einnahmen für Apple aus, weil sie dennoch mit starkem Interesse der Kunden rechnen. Allerdings dürfte es nach ihrer Schätzung diesmal länger dauern, bis die Produktion die Nachfrage befriedigen kann.

Laut Berichten von Medien und Analysten sorgten zuletzt Engpässe bei Sensoren für das System zur Gesichtserkennung dafür, dass die Produktion langsamer anfuhr als geplant. Das iPhone X ist das erste Apple-Smartphone, bei dem das Display praktisch die gesamte Frontseite einnimmt. Dadurch kann ein Bildschirm mit einer Diagonale von 5,8 Zoll in eine Gehäuse gepackt werden, das nur ein wenig größer ist als beim kleineren der beiden bisherigen iPhone-Modelle. Apple ersetzte dabei den bisher üblichen Fingerabdruck-Scanner („Touch ID“) durch Gesichtserkennung („Face ID“) mit Hilfe eines komplexen Systems mit Infrarot-Technik.

Von dpa/RND

Tschüss, Air Berlin! Der Flug AB 6210, der letzte der insolventen Airline, ist verspätet, aber macht sich bald auf dem Weg nach Berlin. Der reisereporter berichtet live.

27.10.2017

Der Lebensmittelhandel wird umweltbewusst. Zumindest schrittweise. Nachdem die Plastiktüten an den Kassen verbannt wurden, folgen nun die dünnen Tütchen für Obst und Gemüse. Das ist jedenfalls der Plan der Supermarkt-Kette Rewe.

27.10.2017

Air Berlin ist Geschichte. Doch der Generalbevollmächtigte im Insolvenzverfahren sieht für die Beschäftigten gute Chancen, dass die bei anderen Fluggesellschaften unterkommen. „Wir gehen davon aus, dass wir 70 bis 80 Prozent der Arbeitsplätze überleiten können“, sagte Frank Kebekus im ZDF-„Morgenmagazin“.

27.10.2017
Anzeige