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00:20 02.08.2018
Sparkassen-App für Handy-Zahlungen: für Kunden gebührenfrei Quelle: dpa
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Hannover

Bislang zahlen nur wenige Verbraucher mit dem Handy, doch die Sparkassen verleihen der Technik nun neuen Schwung. Mehr als 300 der regionalen Geldhäuser starteten am Montag das neue Bezahlsystem, auch die Sparkasse Hannover. „Egal ob bar, mit Karte, online oder mobil – sowohl Händler als auch Kunden können je nach Situation und Präferenz entscheiden, welche Zahlungsart für sie die beste ist“, sagte Kerstin Berghoff-Ising, Vorstandsmitglied des hannoverschen Kreditinstituts.

Erst vor fünf Wochen hatte der US-Internet-Riese Google seinen Handy-Bezahldienst in Deutschland gestartet, allerdings nur für Kunden der Direktbank comdirect und einiger kleiner Banken. Die Sparkassen erreichen deutlich mehr potenzielle Nutzer und haben damit die Chance, der Technik zum Durchbruch zu verhelfen. „Wir haben 45 Millionen Girocards im Umlauf – und alle können für Mobiles Bezahlen genutzt werden“, sagte Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

Nur für Android

Grundsätzlich können alle volljährigen Sparkassen-Kunden, die auch Online-Banking nutzen, die neue Technik nutzen. In der Praxis benötigen sie dafür auch noch ein Android-Smartphone mit NFC-Chip. Für iPhones bieten die Sparkassen den neuen Dienst nicht an, da Apple die entsprechende Schnittstelle im Gerät bislang nicht für andere Unternehmen freigibt. 

Vor dem ersten Einsatz müssen Kunden die Sparkassen-App „Mobiles Bezahlen“ installieren, die seit Montag zum kostenlosen Download bereitsteht. In dieser App tragen sie die Daten ihrer Sparkassen-Card (Debitkarte) ein. Wer weltweit mit dem Handy zahlen will, muss dafür seine Sparkassen-Kreditkarte hinterlegen. Anschließend wird jede Smartphone-Zahlung wie eine herkömmliche Kartenzahlung vom Konto abgebucht.

Zum Bezahlen hält man das Smartphone im Laden an das Kartenterminal der Kasse. Die Kassentechnik muss kontaktloses Bezahlen per NFC-Funk unterstützen – rund drei Viertel der Terminals in Deutschland wurden laut Sparkasse bereits entsprechend umgerüstet. Für die Kunden ist der Vorgang gebührenfrei, die Händler zahlen dieselben Gebühren wie bei einer normalen Kartenzahlung. Die Daten der Kunden würden nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft, versichert die Sparkasse. Bis zum Jahresende sollen alle rund 390 deutschen Sparkassen den Dienst anbieten.

Drei Viertel der Zahlungen bar

Noch ist das Smartphone als elektronische Geldbörse in Deutschland ein Nischenmarkt. Bei einer Umfrage der Bundesbank gaben im vergangenen Jahr lediglich 7 Prozent der Verbraucher an, schon einmal mit dem Handy bezahlt zu haben. Als häufigsten Grund für die Zurückhaltung nannten die Befragten fehlenden Bedarf. Auf Rang zwei folgten Sicherheitsbedenken.

Beliebtestes Zahlungsmittel der Verbraucher in Deutschland ist der Bundesbank zufolge weiterhin Bargeld, auch wenn die Menschen immer häufiger mit der Debitkarte (“EC-Karte“) zahlen. Drei von vier Einkäufen an der Ladenkasse (74 Prozent) tätigen die Menschen hierzulande nach wie vor mit Schein und Münze. Gemessen am Umsatz sank der Anteil der Barzahlungen im deutschen Handel allerdings mit 48 Prozent erstmals unter die 50-Prozent-Marke.

Nach Google und den Sparkassen wollen bald auch die Volks- und Raiffeisenbanken einen Handy-Bezahldienst einführen. Die Hannoversche Volksbank erklärte am Montag, dass ihre Kunden diesen Dienst voraussichtlich von August an mit ihrer Kreditkarte nutzen können. Mit Girocards soll es von November an möglich sein.

Völlig unklar ist, wann Apple seinen Handy-Bezahldienst in Deutschland bereitstellt. Der iPhone-Hersteller will an den Transaktionsgebühren mitverdienen und tut sich deshalb offensichtlich schwer, Banken als Partner zu gewinnen. Die Deutsche Bank und einige kleinere Banken bieten schon seit längerem eigene Apps für das Bezahlen mit dem Handy an.

Von Friederike Marx und Christian Wölbert

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