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Wirtschaft Amazon entfernt Nest-Geräte aus dem Online-Shop
Nachrichten Wirtschaft Amazon entfernt Nest-Geräte aus dem Online-Shop
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12:47 05.03.2018
Das Nest-Thermostat wird mittelfristig nicht mehr über Amazon angeboten werden. Quelle: dpa
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Hannover

Aus und vorbei: Amazon will die vernetzten Thermostate und Überwachungs-Kameras der Alphabet-Tochter Nest nicht mehr anbieten. Das berichtet der „Business Insider“. Das Magazin beruft sich dabei auf eine Telefonkonferenz, die beide Parteien Ende vergangenen Jahres führten.

Der Online-Händler begründete laut Teilnehmern seinen Schritt nicht weiter. Die aktuelle Version des Nest Thermostats und das Sicherheitssystem „Nest Secure Home“ sollen aus dem Sortiment verschwinden.

Konferenz-Teilnehmer schlossen allerdings die Qualität der Produkte als Kriterium aus. Vertreter von Nest argwöhnten aber, dass Amazon-Chef Jeff Bezos direkt das Verkaufsteam angewiesen habe, die Nest-Produkte nicht weiter zu vertreiben. Nest reagierte laut „Business Insider“ mit einem Verkaufsstopp seiner neuen Geräte auf Amazon. Thermostate und Rauchmelder seien nur noch als Restposten verfügbar sein. Drittanbieter könnten neuere Modelle aber auf dem Amazon Market Place verkaufen.

Unerbittlicher Kampf um Kunden

Völlig überraschend kommt die Entscheidung des Online-Händlers nicht. Er geht gegen die Expansion seines stärksten Konkurrenten vor: Alphabet und Amazon liefern sich seit knapp zwei Jahren einen Kampf im Bereich des Smart Homes. Es geht um vollvernetzte Türen, Lampen, Kameras und Einkaufen per Sprachsteuerung.

Im Juni 2015 veröffentliche Amazon seinen vernetzten Lautsprecher Alexa und zog damit in die Wohnzimmer seiner Kunden ein. Die können per Sprachbefehl Pizza bestellten, Musik abspielen oder direkt die Amazon-Plattform ansteuern und sich im Sortiment bedienen. Alexa ist zudem in der Lage, auf Zuruf das Licht zu dimmen oder das Türschloss zu entsperren – die vernetzen Geräte vorausgesetzt.

Die Alphabet-Tochter Google schickte ihr Modell „Home“ im November 2016 ins Rennen. Der Lautsprecher verfügt mit dem Sprachprogramm „Google Assistant“ über ähnliche Funktionen wie die Konkurrenz, fiel aber in Tests bei der Fachpresse immer wieder in Sachen Qualität durch. Alphabet hielt seine Abteilungen Nest und Google bis zum Februar 2018 getrennt, legte aber beide Sparten zusammen, um die Hardware-Entwicklung vernetzter Geräte zu bündeln.

1,1 Milliarden Dollar für einen Türklingel-Hersteller

Amazons Antwort folgte prompt: Noch im selben Monat übernahm der Händler das Startup „Ring“ für 1,1 Milliarden Euro. Über seine vernetzte Türklingel können sich Hausbesitzer mit Paketboten per Videochat unterhalten und auch die Tür entsperren. Für Analysten ein eindeutiger Hinweis, dass der Online-Händler seine Waren auch bei Abwesenheit des Empfängers zustellen will.

Beide Konkurrenten fahren zweigleisig: Sie kaufen sich nicht nur in der Startup-Szene ein, sondern werfen dem Wettbewerber auch Knüppel zwischen die Beine. Im Winter 2017 eskalierte der Streit schon einmal: Google blockierte den Youtube-Zugang für alle Alexa-Geräte. Amazon hatte zuvor den Verkauf von „Google Home“ auf seiner Plattform eingestellt.

Von Sebastian Ostendorf/RND

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