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Wirtschaft Amazon-Mitarbeiter streiken zum Prime Day
Nachrichten Wirtschaft Amazon-Mitarbeiter streiken zum Prime Day
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09:28 17.07.2018
Verdi nutzt den Amazon Prime Days für Streiks. Quelle: dpa
Leipzig

Pünktlich zum Amazon Prime Day ruft die Gewerkschaft Verdi die Amazon-Beschäftigten zum Streik auf. In Leipzig erwarte man bis zu 400 Beteiligte pro Tag, teilte die Gewerkschaft am Dienstagmorgen kurz nach Streikbeginn mit. Am Mittwoch soll weitergestreikt werden. „Arbeitskräfte sind nicht zum Schnäppchenpreis zu haben“, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. Auch an den Standorten in Bad Hersfeld, Graben, Rheinberg, Werne und Koblenz soll die Arbeit niedergelegt werden. In Amazon-Zentren Polen und Spanien soll ebenfalls gestreikt werden.

Verdi fordert Gesundheitstarifvertrag

Hintergrund ist der seit 2013 schwelende Konflikt um einen Tarifvertrag für die bundesweit rund 16 000 Beschäftigten des US-Händlers, der sich bislang jeglichen Verhandlungen mit Verdi verweigert hat. Man könne auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein, hatte zuletzt eine Unternehmenssprecherin betont.

Aktuell wollen die Beschäftigten mit ihrem Streik für einen Gesundheitstarifvertrag demonstrieren. „Die Botschaft ist klar: Während der Onlineriese sich bereichert, wird an der Gesundheit der Beschäftigten gespart“, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Lange Schichten, kilometerlange Wege, monotones Arbeiten und schwere körperliche und psychische Belastung sorgten für etliche gesundheitliche Probleme. Verdi fordert vertraglich geregelte Maßnahmen zur Entlastung.

Amazon befürchtet keine Auswirkungen

Das Unternehmen befürchtet keine Auswirkungen der Streiks, weil der weitaus größere Teil der Belegschaft regulär arbeite. „Die Pakete kommen an“, erklärte eine Sprecherin in München am Montag.

Ebenfalls zum Start des Prime Days wurde Jeff Bezos mit einem Vermögen von 150 Milliarden Dollar zum reichsten Mensch der (modernen) Geschichte, wie Bloomberg berichtet.

Von dpa/RND

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