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Wirtschaft Airbnb muss künftig immer den Gesamtpreis anzeigen
Nachrichten Wirtschaft Airbnb muss künftig immer den Gesamtpreis anzeigen
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15:46 16.07.2018
Bis Ende August hat der Zimmervermittler Airbnb nun Zeit für Korrekturen. Quelle: dpa
Brüssel


Die EU-Kommission hat den Zimmervermittler Airbnb aufgefordert, die EU-Verbraucherschutzregeln einzuhalten. Das Internetportal verstoße mit teils unklaren Preisangaben und unzulässigen Geschäftsbedingungen gegen EU-Recht, erklärte die Brüsseler Behörde am Montag. Die Internetplattform habe nun bis Ende August Zeit für Korrekturen. Reiche die Antwort nicht aus, könnte die Kommission einschreiten, hieß es weiter.

Konkret stoßen sich die Europäische Kommission und verschiedene Verbraucherbehörden daran, dass Airbnb nicht immer den Gesamtpreis einschließlich Servicegebühren anzeigt. Außerdem müsse die Plattform in Zukunft klar ersichtlich darstellen, ob es sich um einen privaten oder professionellen Anbieter handele – denn für beide Kategorien gelten jeweils unterschiedliche Verbraucherregeln. Darüber hinaus fordern sie diverse Änderungen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen mit Blick auf Klagemöglichkeiten und Schadenersatzfragen.

Nötig seien auch faire Regeln für Stornierungen

„Immer mehr Verbraucher buchen ihre Urlaubsunterkunft online und dieser Sektor bietet Urlaubern viele neue Chancen“, erklärte Verbraucherkommissarin Vera Jourova. „Aber Erfolg kann keine Entschuldigung dafür sein, sich nicht an EU-Verbraucherschutzregeln zu halten.“ Die Kunden müssten leicht verstehen können, für welche Dienste sie wie viel zu zahlen hätten. Nötig seien zudem faire Regeln bei Stornierung durch den Eigentümer. „Ich erwarte, dass Airbnb rasch die richtigen Lösungen präsentiert“, betonte Jourova.

Airbnb wurde 2008 als Plattform für Anbieter von Unterkünften gegründet und hat seinen Sitz in San Francisco. Die Plattform vermittelt millionenfach private und gewerbliche Unterkünfte, nach eigenen Angaben in 34 000 Städten weltweit.

Von dpa/RND/ang