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Nachrichten Wirtschaft Abkommen geht zu Lasten von Produktionsstandort Deutschland
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18:41 01.10.2018
Kanadas Premierminister Justin Trudeau (rechts) und US-Präsident Donald Trump erzielten eine Einigung im Streit um das NAFTA-Abkomme. Quelle: Justin Tang/dpa
Berlin

Die deutsche Wirtschaft begrüßt die Einigung zwischen den USA, Mexiko und Kanada im NAFTA-Streit, zeigt sich aber zugleich besorgt wegen der Auswirkungen eines Folgeabkommens. „Mit NAFTA 2.0 wird ein Auseinanderbrechen der nordamerikanischen Freihandelszone verhindert. Das ist zunächst eine gute Nachricht für deutsche Unternehmen in den USA, Mexiko und Kanada“, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Deutsche Betriebe hätten in dreistelliger Milliardenhöhe in Nordamerika investiert und seien auf einen zollfreien Warenverkehr zwischen Kanada, Mexiko und den USA angewiesen, so Treier weiter.

Das Abkommen hat auch Schattenseiten

NAFTA 2.0 hat aber auch eine deutliche Schattenseite“, fügte Treier hinzu. „Das neue Abkommen verlangt höhere Wertschöpfungsanteile in Nordamerika, gerade im Automobilbereich, und geht damit zu Lasten globaler Wertschöpfungsketten und auch von Produktionsstandorten in Deutschland“, beklagte der Wirtschaftsvertreter. „Das kommt einer größeren Abschottung gleich.“ Zudem sei die Ratifizierung des Abkommens noch nicht in trockenen Tüchern. Die Wirtschaft verfolge deshalb gespannt den weiteren Fortgang der Gespräche.

Nach langem Ringen hatten sich die USA und Kanada am Wochenende auf eine Neuauflage des Freihandelsabkommens geeinigt. Statt NAFTA werde es USMCA genannt sowie Märkte und Handel freier und fairer gestalten, teilten die Handelsbeauftragten der beiden Länder am Sonntagabend gemeinsam mit. Der Einigung waren zähe Verhandlungswochen vorausgegangen. Sie kam wenige nur Stunden vor Ablauf einer um Mitternacht auslaufenden Frist zustande.

Kanada ist der zweitwichtigste Handelspartner der USA. Die Regierung in Washington hatte auf eine Neuverhandlung des seit 1994 bestehenden NAFTA-Abkommens gepocht, das die meisten Handelsbarrieren zwischen den USA, Kanada und Mexiko aufgehoben hat. US-Präsident Donald Trump begründete dies damit, dass er sein Land im Handel übervorteilt sehe. „Es ist ein guter Tag für Kanada“, sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau nach einer Kabinettssitzung am späten Sonntagabend.

Von Andreas Niesmann/RND

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