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Hitzewelle

Rekordhitze hat Niedersachsen fest im Griff

Am Wochenende beschäftigte die Menschen in Niedersachsen fast nur ein Thema: Die Rekordhitze. Tausende suchten Abkühlung, viele verkrochen sich einfach in den Schatten - und es nimmt kein Ende. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte voraus, es bleibe drückend schwül.
Passanten und Kinder kühlen sich am Brunnen vor dem Hauptbahnhof in Hannover ab.

Passanten und Kinder kühlen sich am Brunnen vor dem Hauptbahnhof in Hannover ab.

© Christian Burkert

Neben den Finalspielen der Fußball-WM hat die Menschen in Niedersachsen und Bremen am Wochenende nur eines beschäftigt: Die Rekordhitze. Viele waren unermüdlich auf der Suche nach Erfrischung. Speisekarten, Flyer oder Zeitungen: Alles musste zum Fächern herhalten. Tausende suchten Abkühlung im Meer, in Badeseen und Freibädern. Die meisten Menschen verkrochen sich in den Schatten. Innenstädte wirkten vielerorts wie ausgestorben. Selbst Gewitter in einigen Regionen ließen die Temperaturen nicht sinken. Und auch am Montag geht das Schwitzen weiter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte voraus, es bleibe drückend schwül.

Sogar nachts war es so heiß, dass junge Leute in Goslar und Sarstedt (Kreis Hildesheim) in geschlossene Schwimmbäder einstiegen und sich dort erfrischten. Auch die Fische waren dankbar für eine Extra-Portion Frischwasser: „Sauerstoffmangel im Fischteich“ rief die Freiwillige Feuerwehr Verden zum Einsatz. Rund drei Stunden lang pumpten die Helfer Wasser in den Teich, um ein Ersticken der Fische zu verhindern.

Für die Gesetzeshüter bedeuteten die heißen Temperaturen mehr Arbeit. so war die Polizei in Aurich am Wochenende vor allem damit beschäftigt, den Lärmpegel im Rahmen zu halten. Sie bat alle Leute, die bei der „momentanen Witterung eine Party veranstalten, um die Einhaltung der Nachtruhe“. Offenbar schlug die Hitze auch einigen Braunschweigern aufs Gemüt: Rund 300 Mal musste die Polizei am Wochenende nachts ausrücken. „Das hat viel damit zu tun, dass die Leute lange draußen sind“, sagte ein Sprecher. „Wir hatten das ganze Programm, von Körperverletzungen, Streitigkeiten, Ruhestörungen bis kleinen Bränden.“

In mehreren Landkreisen standen am Wochenende Böschungen und Kornfelder in Flammen. Die Polizei vermutet, dass unter anderem die Hitze für die Feuer verantwortlich war. In den Wäldern herrscht akute Brandgefahr. Das höchste Risiko sieht der DWD zur Zeit im östlichen Niedersachsen an der Grenze zu Brandenburg.

Der Deutsche Wetterdienst warnte schon am Sonntagvormittag vor Sturm, Dauer- und Starkregen - auch in Niedersachsen. Mehr dazu auf der Internetseite des DWD.

dpa


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