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Winterwetter

Niedersachsen müssen sich auf Schneesturm einstellen

Schneestürme und -verwehungen: In den kommenden Tagen drohen in Niedersachsen chaotische Verhältnisse. Der Deutsche Wetterdienst in Hamburg rechnet mit kräftigen Schneefällen, -verwehungen und -stürmen.
Es könnte ungemütlich werden am Wochenende.

Es könnte ungemütlich werden am Wochenende.

© Michael Thomas (Archiv)

Schneestürme in Niedersachsen: „Der Wind wird kräftig blasen. Wir erwarten eine Geschwindigkeit um die 40 Kilometern pro Stunde“, sagte Meteorologe Frank-Ulrich Dentler am Donnerstag. Am Wochenende soll es in ganz Niedersachsen Neuschnee geben - bis zu 40 Zentimeter im Oberharz und bis zu 25 Zentimeter im Rest des Landes.

Nach dem Dauerfrost der vergangenen Tage wird ab Freitag aber in ganz Deutschland Schnee erwartet. Dabei kann es vor allem am Samstag in Verbindung mit Sturmböen vereinzelt zu gefährlichen Schneeverwehungen kommen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag warnte. Das eisige Winterwetter hält Deutschland demnach zudem vermutlich auch über das Wochenende hinaus weiter fest im Griff.

Der Auto Club Europa (ACE) mahnte Autofahrer zur Vorsicht, warnte aber zugleich vor Panikmache. Selbst die üblicherweise „vorbildlich eingestellten“ Straßenräumdienste und Pannenhelfer seien keine Garantie dafür, dass alles weiter störungsfrei laufe, erklärte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Er rief zugleich zur Gelassenheit auf: „Wir neigen angesichts von Schneeflocken schnell zur Panik und sehen unseren Wirtschaftsstandort bedroht“.

In diesem Winter starben nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe bislang mindestens neun Obdachlose. Die meisten Männer starben der Arbeitsgemeinschaft zufolge in kleineren und mittleren Städten. Erklärt wurde dies damit, dass es dort oft weniger Hilfsangebote gibt als in Großstädten.

Von dem Winterchaos profitieren vor allem die Jüngsten. Während die Schüler im Kreis Verden am ersten Tag nach den Weihnachtsferien wegen Schnee und Eis am Donnerstag frei hatten, können sich Schüler im Kreis Osterholz auf ein langes Wochenendende freuen. An diesem Freitag fällt die Schule überall aus. „Die Polizei hat uns empfohlen, aufgrund der Straßenverhältnisse den Unterricht ausfallen zu lassen“, sagte der Sprecher der Kreisverwaltung. Wie es in der nächsten Woche aussehe, werde sich am Montagmorgen entscheiden.

Kälte und Schnee erschweren zunehmend die Arbeit der Müllabfuhr in Niedersachsen. Im schlimmsten Fall kann der Müll nicht abgeholt werden, wie zum Teil in der Stadt und im Landkreis Celle. „Wenn wir die großen Container nicht über den sehr hohen Schnee am Straßenrand rüberbekommen, müssen wir sie stehen lassen“, sagte der Sprecher des Zweckverbands für Abfallwirtschaft in Celle, Werner Bartels-Knoche, am Donnerstag. Bei den Göttinger Entsorgungsbetrieben gibt es ähnliche Probleme. Biotonnen können nicht entleert werden, wenn der Inhalt festgefroren ist.

„Extrem feuchter Küchenabfall kann in der Tonne bei den Temperaturen verklumpen“, sagte die Sprecherin des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Hannover (aha), Franziska Saniter. Sie empfiehlt, die Tonne mit Zeitungspapier auszulegen und den Küchenabfall in Papier einzuwickeln.

In Oldenburg, Bremen und auch im Landkreis Cuxhaven läuft die Abfallentsorgung dagegen weitgehend nach Plan. „Die Müllwagen kommen noch durch“, hieß es bei den zuständigen Behörden und Betrieben. Probleme gebe es hin und wieder durch festgefrorenen Müll in den Tonnen. Ungeleert bleibe dennoch keine Tonne.

lni/AFP


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