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Barmstedt

Gas-Heizgerät löst Explosion aus

Von dem Wohnhaus sind nur noch Trümmer übrig: Bei einer Explosion in einem Einfamilienhaus in Barmstedt im Kreis Pinneberg sind ein Großvater und seine eineinhalbjährige Enkelin schwer verletzt worden.
Foto: Einsatzkräfte löschen in Barmstedt ein brennendes Fachwerkhaus.

Einsatzkräfte löschen in Barmstedt ein brennendes Fachwerkhaus.

© dpa

Barmstedt. Die vier Jahre alte Schwester des Mädchens kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag sagte. Die Familie hatte nach ersten Erkenntnissen bei der eisigen Kälte versucht, eine eingefrorene Wasserleitung mit einem gasbetriebenen Heizgerät aufzutauen. Dabei kam es zu einer Verpuffung und einem Feuer.

Nach etwa vier Stunden gelang es den Stadtwerken Barmstedt, eine abgerissene Gasleitung abzuklemmen, wie Feuerwehr und Polizei mitteilten. Gegen Mittag sei dann kein Gas mehr ausgetreten. Die Beamten hatten zuvor Nachbarn im Umkreis von 200 Metern in Sicherheit gebracht. „Es wurden aber nicht viele Personen angetroffen“, hieß es. Die meisten der 17 Betroffenen seien vorübergehend bei Bekannten untergekommen. Die Brandstelle wurde weiträumig abgesperrt.

Die Explosion hatte das Haus – es stand in einer Nebenstraße in einem reinen Wohngebiet – am Dienstagmorgen erschüttert. Die Wände stürzten ein, das Fachwerkhaus brannte bis auf die Grundmauern ab. „Da steht nicht mehr viel“, berichtete die Polizeisprecherin. „Für die Familie ist das ein enormer Schaden.“ Auch ein Auto und ein Minivan, die in der Nähe des Wohnhauses standen, wurden zerstört. Während des Unglücks waren vier Menschen in der Wohnung – der 66 Jahre alte Großvater, seine beiden Enkelinnen und die Mutter der Mädchen. Die 36-jährige Frau blieb unverletzt. Der Vater war nach bisherigen Erkenntnissen schon bei der Arbeit.

Der Großvater und die Eineinhalbjährige zogen sich schwere Brandverletzungen zu, sie wurden mit einem Rettungshubschrauber in zwei Hamburger Spezialkliniken geflogen. Ein Feuerwehrmann erlitt bei dem Löscheinsatz leichte Verletzungen an der Hand. Die Kriminalpolizei ermittelt, wie es genau zu dem Unglück kam. Mehr als 150 Rettungskräfte waren im Einsatz. Mit einem Bagger wurden im Laufe des Tages Trümmer abgetragen, um an schwer zugängliche Brandnester zu gelangen. Das Deutsche Rote Kreuz richtete in einer nahe gelegenen Sporthalle eine Sammelstelle mit Essen und warmen Getränken für die Betroffenen ein.

Julia Ranniko


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