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Schiffstragödie vor Papua-Neuguinea

Dutzende Vermisste nach Fährunglück

Nach der Schiffstragödie vor Papua-Neuguinea befürchten die Retter das Schlimmste: Die sinkende Fähre könnte für zahlreiche Passagiere zur tödlichen Falle geworden sein.
Foto: Fast 240 Schiffbrüchige wurden lebend gerettet, darunter auch diese Frau.

Fast 240 Schiffbrüchige wurden lebend gerettet, darunter auch diese Frau.

© dpa

Sydney. Nach dem Untergang einer Fähre vor Papua-Neuguinea befürchten die Behörden, dass mehrere Dutzend Passagiere bei dem Unglück ertrunken sein könnten. Rund 100 Menschen werden noch vermisst, wie ein Sprecher des örtlichen Seenotrettungsdienstes (NMSA) am Freitag dem australischen Rundfunksender ABC sagte. Es sei anzunehmen, dass die Menschen unter Deck festsaßen, als das Schiff unterging.

Die „Rabaul Queen“ sei von drei großen Wellen getroffen worden und sehr schnell gesunken, sagte NMSA-Sprecher Rony Naigu weiter. 246 Menschen konnten gerettet werden, wie Australiens Schifffahrtsbehörde Amsa mitteilte. Schlechtes Wetter erschwere die Suche nach weiteren Schiffbrüchigen.

An Bord der Fähre sollen nach unterschiedlichen Angaben bis zu 372 Menschen gewesen sein, darunter viele Studenten auf der Rückreise von den Ferien. Leichen wurden bislang nicht gefunden. Die Reederei hat bislang keine Passagier-Liste veröffentlicht. Das Unternehmen teilte mit, das 22 Jahre alte Schiff sei im vergangenen Jahr zur Inspektion gewesen. Die Ursache des Unglücks sei unklar.

Nach Ansicht des australischen Hochkommissars in Papua-Neuguinea, Ian Kemish, hat schlechtes Wetter wahrscheinlich eine Rolle gespielt. Die Fähre sei trotz einer Sturmwarnung ausgelaufen, hieß es in Medienberichten. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Aufgebrachte Angehörige griffen ein Büro der Reederei mit Steinen an, wie der Sender ABC berichtete.

Die „Rabaul Queen“ war am Donnerstagmorgen rund 16 Kilometer vor der Küste der Hauptinsel Papua-Neuguineas gesunken. Der Kapitän soll noch einen Notruf abgesetzt haben. Das Schiff war auf dem Weg von Kimbe auf der Insel Neubritannien nach Lae, der zweitgrößten Stadt des Pazifik-Staates. 

dpa


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