Der britische Konzern BP hat am Sonnabend einen komplizierten Versuch gestartet, den anhaltenden Ölstrom in den Golf von Mexiko endlich zu stoppen. Zunächst wurde ein Zylinder vom Leck am Meeresboden entfernt, mit dem bisher ein Teil des Öls abgefangen worden war. Dieser Deckel soll innerhalb der nächsten 48 Stunden durch einen neuen fest versiegelten „Hut“ ersetzt werden. BP hofft, dass dann praktisch das gesamte austretende Öl gestoppt und auf Schiffe auf der Wasseroberfläche geleitet werden kann.
Wenn alles hundertprozentig nach Plan verlaufe, könne es bereits am Montag oder Dienstag so weit sein, sagte Chuck Wolf von der Einsatzleitung in New Orleans (Louisiana) der Nachrichtenagentur dpa. „Wir sind vorsichtig optimistisch.“
Allerdings bedeutet das Entfernen der alten Kappe, dass das Öl vorübergehend wieder ungebremst ins Wasser strömt. Aus dem Zylinder waren in den vergangenen Wochen täglich gut 2000 Tonnen des austretenden Öls auf ein Schiff gepumpt worden.
dpa