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Volkswagen Volkswagen will in 16 Werken E-Autos bauen
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12:29 14.03.2018
Jahrespressekonferenz in Berlin: VW-Konzernchef Matthias Müller (l.) und Finanzvorstand Frank Witter stehen vor dem selbstfahrenden Sedric-Schoolbus. Quelle: dpa
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Berlin

Dabei helfen sollen Partnerschaften mit Batterieherstellern für Europa und China. Die bisher erteilten Aufträge beliefen sich auf ein Volumen von 20 Milliarden Euro. Für Nordamerika stehe die Lieferantenentscheidung kurz bevor.

„Wir haben in den vergangenen Monaten alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die „Roadmap E“ zügig und entschlossen umzusetzen“, sagte Müller. Im vergangenen Herbst hatte Volkswagen angekündigt, bis 2025 bis zu drei Millionen E-Autos pro Jahr zu bauen und 80 neue elektrifizierte Modelle auf den Markt zu bringen.

Berlin: VW-Konzernchef Matthias Müller kommt zur Jahrespressekonferenz des Automobilkonzerns, bei der der Geschäftsbericht für 2017 vorgestellt wird. Quelle: dpa

Volkswagen denkt auch über eine eigene Fertigung von Batteriezellen nach, bei denen deutsche Hersteller derzeit noch stark von Zulieferern vor allem aus Asien abhängen. Im Werk Salzgitter wird bereits eine Zellforschung aufgebaut. Eine Entscheidung über eine mögliche Produktion solcher Komponenten ist aber noch nicht gefallen.

Die Pläne bedeuteten aber keine Abkehr vom Verbrennungsmotor. Der moderne Dieselmotor sei auch mit Blick auf den Klimaschutz Teil der Lösung, sagte Müller. „Allein 2018 fließen fast 20 Milliarden Euro in unser konventionelles Fahrzeug- und Antriebsportfolio; über die nächsten fünf Jahre sollen es in Summe über 90 Milliarden Euro sein.“

Jährliche „Dieselgate“-Kosten halbiert

Die Bewältigung des Diesel-Skandals hat den VW-Konzern 2017 nur noch halb so viel Geld gekostet wie im Jahr davor, bleibt aber eine milliardenschwere Last. Die entsprechenden Ausgaben betrugen 3,2 Milliarden Euro, heißt es in dem am Dienstag in Berlin vorgelegten Geschäftsbericht. 2016 hatte die Summe, die für Rückkäufe und Nachrüstungen manipulierter Autos sowie juristische Risiken draufging, bei 6,4 Milliarden Euro gelegen.

Ohne diesen Sondereinfluss erreichte der Gewinn im laufenden Geschäft im vorigen Jahr den Rekordwert von 17,0 Milliarden Euro. Insgesamt ist die Rechnung für die Folgen der Manipulationen an der Abgasreinigung von Millionen Dieselautos, die im September 2015 bekanntgeworden waren, inzwischen auf mehr als 25 Milliarden Euro gestiegen. Bei der Tochter Audi sanken die jährlichen „Dieselgate“-Kosten zuletzt von 1,8 Milliarden (2016) auf 400 Millionen Euro.

Konzern-Finanzvorstand Frank Witter sagte, trotz der hohen Abflüsse infolge der Dieselkrise sei die finanzielle Lage solide: „Wir gestalten aktiv den Wandel unseres Unternehmens.“ VW will Milliarden in die Elektromobilität, das autonome Fahren und neue Dienstleistungen investieren. Die Kosten der Dieselaffäre blieben jedoch auch im laufenden Jahr eine „Herausforderung“.

VW-Kernmarke wirft höheres Ergebnis ab

Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw hat 2017 im laufenden Geschäft deutlich mehr verdient. Das um Sonderkosten für die Dieselaffäre bereinigte operative Ergebnis der Stammmarke kletterte im Jahresvergleich auf rund 3,3 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Wert noch bei rund 1,9 Milliarden Euro gelegen. Die Kosten für die Abgasaffäre schlugen mit 2,8 Milliarden Euro zu Buche – ein Jahr zuvor waren es 5,2 Milliarden Euro.

Der Umsatz der Marke mit dem VW-Logo lag 2017 bei 80 Milliarden Euro – das waren 24,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Allerdings sind die Zahlen nicht direkt mit dem Vorjahreswert vergleichbar, weil VW mehrere ausländische Importgesellschaften nicht mehr zur Marke zählt.

Von dpa

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