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Nachrichten Volkswagen VW kündigt 100 Mitarbeitern wegen Fehlverhaltens
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06:00 13.02.2019
VW-Mitarbeiter betreten durch das Tor 17 das Werk in Wolfsburg: Der Autobauer kündigte im vergangenen Jahr 100 Beschäftigten wegen Fehlverhaltens. Quelle: dpa
Wolfsburg

Volkswagen hat im vergangenen Jahr 100 Beschäftigten an fünf westdeutschen Standorten wegen Fehlverhaltens gekündigt. Fast die Hälfte der Entlassungen (45) sprach das Unternehmen aufgrund von Verstößen gegen die Arbeitszeit aus, zum Beispiel wegen unentschuldigter Fehltage. Im selben Zeitraum gab es 355 Abmahnungen, wie die Mitarbeiterzeitung „Inside“ berichtet. Die Zahlen beziehen sich auf die VW-Standorte in Wolfsburg, Hannover, Kassel, Emden und Salzgitter mit ihren rund 112.500 Beschäftigten.

Fünf Kündigungen im Diesel-Skandal

Fünf Mitarbeitern hat Volkswagen im vergangenen Jahr wegen Verstößen gegen das Umweltrecht gekündigt. Dabei handelt es sich um Führungskräfte, denen der Autobauer „schwerwiegende Verfehlungen“ im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal vorwirft.

Neun Kündigungen begründete VW mit Eigentumsdelikten oder betrügerischen Handlungen. Jeweils in sieben Fällen waren „Nichterbringung der geschuldeten Arbeitsleistung“ oder ein Verstoß gegen das Alkohol- und Drogenverbot der Grund für die Trennung. Sechs Entlassungen sprach das Unternehmen wegen einer „Störung des Betriebsfriedens“ aus, worunter zum Beispiel Tätlichkeiten, Drohungen oder Beleidigungen fallen. In zwei Fällen beendete Volkswagen das Arbeitsverhältnis wegen sexueller Belästigung.

Weitere 19 Kündigungen weist die Statistik in der Kategorie „Sonstige Verstöße gegen arbeitsrechtliche Verpflichtungen“ aus. Dazu gehören zum Beispiel Verstöße gegen die Verhaltensgrundsätze, gegen Verkehrsregeln auf dem Betriebsgelände oder unerlaubte Nebentätigkeiten.

VW veröffentlicht Sanktionen erst seit einigen Monaten

Volkswagen macht erst seit vergangenem Herbst Fehlverhalten im Unternehmen und die daraus folgenden Sanktionen intern öffentlich. Im Laufe dieses Jahres sollen alle Marken und relevanten Gesellschaften des Konzerns in die Statistik mit eingeschlossen werden. Ziel sei es, die Unternehmenskultur positiv zu beeinflussen und zu verdeutlichen, dass keine Regelverstöße geduldet werden. „Ganz gleich, ob es sich dabei um Diebstahl, Korruption, Betrug oder andere Verstöße gegen arbeitsvertragliche Pflichten handelt“, heißt es in der Mitarbeiterzeitung.

Verhaltensgrundsätze regeln zum Beispiel den Umgang mit Geschenken

Als Leitfaden für korrektes Verhalten hat Volkswagen im „Code of Conduct“ allgemeingültige Regeln für alle Mitarbeiter zusammengefasst. Die Verhaltensgrundsätze regeln zum Beispiel den Umgang mit Geschenken. Als einen konkreten Fall aus den vergangenen Jahren berichtet „Inside“ über drei Konzern-Mitarbeiter, die von einem Dienstleister Elektrogeräte im Wert von mehreren Hundert Euro als Geschenke angenommen hatten. Nachdem das Unternehmen von den Geschenken erfahren hatte, erfolgte sofort eine Prüfung. Ergebnis: Den Beschäftigten wurde gekündigt. Das zuständige Gericht hat die dagegen eingereichten Klagen laut VW abgewiesen. Damit sind die Kündigungen rechtmäßig.

Von Florian Heintz

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