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Volkswagen VW-Werkfeuerwehr zieht um in neue Wache
Nachrichten Volkswagen VW-Werkfeuerwehr zieht um in neue Wache
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12:00 21.12.2018
Umzug im Konvoi: Die Einsatzfahrzeuge der Werkfeuerwehr mit Blaulicht auf dem Weg zur neuen Wache. Quelle: Volkswagen
Wolfsburg

Die alte Feuerwache lag einst recht zentral. Aber das Stammwerk ist in den vergangenen Jahrzehnten gewachsen – vor allem mit der Ausdehnung der Forschung & Entwicklung im Nordwesten. Die Anfahrtswege der Werkfeuerwehr wurden damit immer länger. „Es ist nicht nur unser Anspruch, sondern auch eine gesetzliche Vorgabe, innerhalb von fünf Minuten nach der Notrufannahme auf der Integrierten Sicherheitsleitstelle vor Ort zu sein“, sagt Niko Meinke-Marquardt, Leiter der Werkfeuerwehr. Der neue Standort in nordwestlicher Achse vom Tor Sandkamp ist mit Blick auf die gesetzlichen Vorgaben nun deutlich zukunftsfester.

VW investierte 12,5 Millionen Euro in die Feuerwache

Die neue Feuerwache (Investitionssumme: 12,5 Millionen Euro) hat eine Fläche von 160 mal 30 Meter. Dort finden hinter 25 nebeneinander liegenden Toren die mehr als 30 Einsatzfahrzeuge Platz. Für die gut 100 Beschäftigte gibt es fünf Werkstätten, 25 Ruheräume, dazu Küche, Sportraum sowie Schulungs- und Büroräume. Der Komplex ist bei Bedarf in den nächsten Jahren erweiterbar.

Der Clou: Alle Beschäftigten der Werkfeuerwehr waren aufgefordert, sich bei der Planung des Neubaus einzubringen. Der zuständige Betriebsrat Matthias Disterheft sagt: „Das ist gelebte Mitbestimmung. Und wer wüsste besser als die jeweiligen Fachleute, welche Anforderungen ihr eigener Arbeitsplatz haben muss?“

Wieder Platz für alle Fahrzeuge

Das Ergebnis ist ein ebenso schickes wie funktionales Gebäude. So bietet die Wache nun Platz für alle Fahrzeuge, vom Tanklöschfahrzeug über den Drehleiterwagen bis zum Fahrzeug für die Einsatzleitung. Zuvor an der alten Wache war der größere Teil des Fuhrparks mit all seiner Ausstattung dauerhaft der Witterung ausgesetzt.

Fachleute warten rund 6000 Feuerlöscher pro Jahr

Weiterer Vorteil im Neubau: 25 kleine Ruheräume bieten den Einsatzkräften den benötigten Rückzugsraum zwischen kräftezehrenden Einsätzen oder beim Bereitschaftsdienst – eben auch nachts. Auch ein Fitnessraum ist vorhanden. Fünf Werkstätten gehören ebenso zur neuen Feuerwache, sie sind über die Gebäuderückseite erreichbar. Das freut etwa die Fachleute, die pro Jahr rund 6000 Feuerlöscher aus dem Werk warten.

„Erhebliche Verbesserung für die Kolleginnen und Kollegen“

Ein Schienensystem an der Decke erlaubt die kraft- und rückenschonende Arbeit mit den schweren Geräten. Die Schulungsräume wiederum dienen sowohl Aus- und Fortbildungen der eigenen Kräfte als auch für Unterweisungen anderer Beschäftigter aus dem Werk. Meinke-Marquardt: „Alles in allem bedeutet der Umzug nicht nur eine Erfüllung gesetzlicher Vorgaben, sondern auch eine erhebliche Verbesserung für die Kolleginnen und Kollegen von der Werkfeuerwehr.“

Größte Einzelausgabe der Service-Factory

Wolfgang Pick, Leiter der Service-Factory, zu der die Werkfeuerwehr gehört, sagt: „Der Neubau der Feuerwache steht für die mit Abstand größte Einzelausgabe der Service-Factory im endenden Jahr. Das zeigt: Wir investieren für und mit unseren Teams in unsere Zukunft und sind voll da, wenn es darum geht, die Sicherheit im Werk weiterhin auf höchstem Niveau zu halten.“

Übrigens: Offizielle Eröffnung ist am 13. Februar – dann auch mit dem Betriebsratsvorsitzendem Bernd Osterloh, Arbeitsdirektor Gunnar Kilian und Werkleiter Stefan Loth. Dann haben sich die Männer und Frauen der Werkfeuerwehr sicher schon gut eingelebt.

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