Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Volkswagen VW-Werk Kassel übernimmt Leiharbeiter
Nachrichten Volkswagen VW-Werk Kassel übernimmt Leiharbeiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:51 04.12.2018
VW-Mitarbeiter im Werk Kassel: 120 Leiharbeiter und 100 Volkswagen-Mitarbeiter aus Emden werden hier dauerhaft beschäftigt. Quelle: dpa
Baunatal/Kassel

Geplant seien die unbefristete Übernahme von 120 Leiharbeitern und die dauerhafte Beschäftigung von 100 VW-Mitarbeitern des Volkswagen-Standortes Emden, erklärte der Betriebsratsvorsitzende Carsten Bätzold am Dienstag in Baunatal bei Kassel. Im niedersächsischen Emden hatten Rückgänge in der Fertigung des VW-„Passat“ für einen Personalüberhang gesorgt. Das Werk in Kassel ist dagegen ausgelastet. Durch die große Nachfrage nach Direktschalt- und Hybridgetrieben werden Mitarbeiter gebraucht.

Gesamtzahl der Beschäftigten steigt nicht

Davon profitieren auch die Leiharbeiter. Neben den Übernahmen bekommen laut Betriebsrat mehrere Hundert verlängerte Verträge. Insgesamt liege die Zahl der Leiharbeiter am Standort bei unter 600 – Tendenz weiter sinkend. Weil Mitarbeiter in den Ruhestand gehen, steigt die Gesamtzahl der VW-Beschäftigten insgesamt in Baunatal aber nicht. „Am Jahresende liegen wir bei 17.100“, sagte Bätzold. Wie sich die Beschäftigung langfristig entwickeln werde, sei angesichts des Wechsels zur Elektromobilität nicht vorauszusagen.

Insgesamt will Volkswagen in den nächsten fünf Jahren 1,4 Milliarden Euro in den nordhessischen Standort investieren. Das Geld sei für neue Produkte, Digitalisierung und Umweltschutz, sagte Werksleiter Olaf Korzinovski: Ein Großteil des Geld werde für Elektromobilität ausgegeben.

Durch neue Komponenten-Sparte soll sich für Beschäftigte nichts ändern

Der Standort Kassel ist Teil der neuen Sparte „Konzern Komponente“, in der VW ab Januar weltweit 56 Fabriken mit rund 80.000 Beschäftigten zusammenfasst. Für die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter im Werk werde das keine Auswirkungen haben, sagte Bätzold.

Von dpa