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Volkswagen VW-Markenchef Diess: Ausländische Hersteller an Diesel-Lösungen beteiligen
Nachrichten Volkswagen VW-Markenchef Diess: Ausländische Hersteller an Diesel-Lösungen beteiligen
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00:20 14.03.2018
Problem Stickoxidemission: Volkswagen, Daimler und BMW zahlen 250 Millionen Euro in einen Fonds für saubere Luft in den Städten ein.  Quelle: dpa
Wolfsburg

 „Was mir in der Diskussion zu kurz kommt, ist, dass es allein die deutsche Automobilindustrie ist, die versucht, das Problem in den Griff zu bekommen“, sagte Diess der Welt am Sonntag. „Es ist notwendig, dass sich auch die ausländischen Hersteller beteiligen.“

Die deutschen Hersteller haben sich verpflichtet, die Stickoxidemissionen älterer Dieselfahrzeuge mit Software-Updates zu reduzieren. Angesichts der anhaltenden Weigerung ausländischer Anbieter hatten die deutschen Autokonzerne Anfang Februar auch angekündigt, mehr Geld in einen Fonds für saubere Luft in Städten einzuzahlen. Volkswagen, Daimler und BMW übernehmen den für die gesamte Autobranche vorgesehenen Anteil von 250 Millionen Euro komplett, wie der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) seinerzeit nach einem Gespräch mit den Vorstandschefs der drei Konzerne mitteilte.

Mit der Zusage der drei deutschen Hersteller kommt der vom Bund ins Leben gerufene Förderfonds für kommunale Maßnahmen gegen zu viele Diesel-Abgase auf das volle Volumen von einer Milliarde Euro. Die Bundesregierung hatte 750 Millionen Euro zugesagt. Mit ausländischen Autoherstellern solle weiter über ein Engagement bei Maßnahmen für bessere Luft gesprochen werden, teilte das Verkehrsministerium Anfang Februar weiter mit.

Diess schlägt vor, dass Städte mehr Anreize für den Kauf von E-Fahrzeugen schaffen: „Man könnte bei vierspurigen Straßen zwei Spuren für Elektrofahrzeuge reservieren.“ Grundsätzlich müssten sich in Städten verschiedene Verkehrsmittel ergänzen. „Die Mobilität in der Stadt funktioniert nur als Kombination aus öffentlichem Verkehr, Fahrrädern und dem Auto.“

Von der AZ/WAZ-Redaktion